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Digital Detox ist die moderne Selbstlüge im Wellness-Gewand: ein bisschen Pause, ein bisschen gutes Gefühl – und dann zurück in die gleiche Abhängigkeit. Wer glaubt, ein hochoptimiertes Sucht-System mit „bewusster Nutzung“ austricksen zu können, hat das Spiel nicht verstanden. Dieser Text ist ein klarer, bissiger Weckruf: Warum weniger Scrollen nicht reicht – und warum nur der radikale Exit wirklich frei macht.
Führung hat sich grundlegend verändert – leiser, komplexer, anspruchsvoller. Und doch wird sie vielerorts noch so trainiert wie vor zwanzig Jahren. Warum der Bedarf an Leadership-Trainings explodiert, was Führung heute wirklich verlangt – und weshalb viele Programme ins Leere laufen.
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MOTIVATION & VERÄNDERUNG
Enden haben einen schlechten Ruf. Eine Beziehung ist zu Ende. Ein Jahr ist zu Ende. Ein Leben neigt sich dem Ende zu. Der Urlaub ist vorbei. Die Kindheit ist zu Ende. Die Dreißiger sind zu Ende. Ein Jahrzehnt geht zu Ende. Ende ist immer Abschied. Ende ist immer vorbei. Ende ist oft „aus die Maus“ und „vorbei, bye, bye Junimond“. - Warum wir Enden brauchen. Über die Magie von Anfängen. Und warum Unendlichkeit keine gute Idee ist.
Menschen suchen im Internet nach „Motivationscouch“ – und nein, das ist kein Witz. Oder doch? Ja, ich weiß, natürlich suchen sie nach “Motivationcoach”. Und so wird ein Tippfehler zum Freud’schen Versprecher – und zur Inspiration für diesen höchst analytischen Artikel über ein Möbelstück, das nicht nur gemütlich ist, sondern auch deinen Hintern ins Handeln bringt. Willkommen auf der Couch, die dich nicht liegen lässt.
Wir haben’s alle schon zig fach gehört: „Du musst dich nur motivieren!“ Klingt einfach. Ist es aber nicht. Was Motivation heute wirklich antreibt – und warum „Hintern zusammenkneifen“ oder “Zuckerbrot und Peitsche” keine Strategien mehr sind. Denn aktuelle neurobiologische Forschungen zeigen: Motivation entsteht nicht durch Druck, sondern durch Fortschritt, Autonomie, Verbindung – und eine kluge Dosis Dopamin. Ein Artikel für alle, die verstehen wollen, wie echter Antrieb im 21. Jahrhundert wirklich funktioniert.
Wie hat sich eigentlich unsere Motivation im Laufe der Geschichte verändert? Motivation ist kein universeller Zustand, sondern spiegelt jeweilige Weltbilder, Werte und Machtstrukturen. Früher war sie eher kollektivistisch und pflichtorientiert, heute individualistisch und sinngetrieben – aber oft auch überfordert, fragmentiert und dopamin-abhängig. Vom Himmelreich zur Selbstoptimierung: Dieser Artikel zeigt, wie sich das, was uns antreibt – von Tugend bis TikTok – über Jahrhunderte gewandelt hat.
Willkommen in der Falle von Plotz’s Law: Eine ungewöhnliche Perspektive auf Zeit und Prioritäten. Denn: Wenn du dir nicht vorstellen kannst, eine Entscheidung auch für morgen mit einem klaren “Ja” zu treffen, solltest du sie auch nicht für die ferne Zukunft zusagen. Klingt brutal? Ist es aber nicht. Es ist ein Akt der Selbstfürsorge.
Veränderung versus Wachstum: Der “klassische Erfolg” hat ein Imageproblem. Das Mantra „mehr, mehr, mehr“ hat uns nicht nur in eine Klimakrise, sondern auch in eine echte Identitätskrise katapultiert. Vielleicht ist es daher an der Zeit, Erfolg anders zu definieren. Nicht als ewiges Wachstum, sondern als mutige Anpassung an das, was ist.
Du sitzt vor einer Aufgabe, hast gefühlt unendlich Zeit und trotzdem ziehst du sie wie einen alten Kaugummi in die Länge. Und dann gibt es diese anderen Momente, in denen dir der Abgabetermin förmlich ins Gesicht springt und du plötzlich übermenschliche Produktivität entwickelst. Willkommen im Universum des Parkinson’schen Gesetz. Arbeit dehnt sich genau in dem Maße aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.
Hast du schon mal das Gleichnis von den Krabben gehört? Es geht ungefähr so: Ein Fischer fängt Krabben und wirft sie in einen offenen Korb. Dabei macht er keinen Deckel darauf. Jetzt könnte man denken, hm, das ist doch ziemlich blöd, denn dann krabbeln ja alle mühsam gefangenen Krabben direkt wieder raus und die ganze Arbeit war umsonst. Warum macht der Fischer also trotzdem keinen Deckeln drauf?
Das ist die ewige Frage, oder? Perfektionismus kann ein echter Motivations-Killer sein. Perfektion schafft Aggression! Und: Perfektionsstreben ist auch oft nur eine lahme Ausrede, um gar nicht erst ins Handeln zu kommen.), weil du immer das Gefühl hast, es ist nie „gut genug“. Aber wenn du auf Fortschritt setzt – selbst wenn er nicht perfekt ist – dann kommst du Stück für Stück weiter.
Wie vermeide ich, To Do's immer wegzudrängen und nicht immer auf den letzten Drücker zu erledigen? Ach ja, das gute alte Aufschieben (neudeutsch: Prokrastinieren) – ich kenne es, du kennst es, wir alle kennen es. Der Trick, um es zu vermeiden, liegt weniger darin, härter oder strenger zu sich zu sein, sondern schlauer mit seinen Aufgaben umzugehen.
Die berühmt berüchtige Komfortzone. Wir kennen sie alle. Da ist alles drin, was wir kennen, gut können und was gemütlich, bequem und so wenig anstrengend wie möglich ist. Und ja, wir wissen, wir sollten da raus, wenn wir wachsen wollen. Aber: Manchmal ist es gut, einfach auch mal drin zu bleiben.
RESILIENZ & MENTAL HEALTH
Alles, was ich mache, ist ein Angebot. Ein Angebot an die Welt. Und der Welt steht es frei, es anzunehmen. Seitdem ich mich von der Erwartung befreit habe, dass die Welt auf meine Angebote gewartet hat und sie annehmen muss, bin ich viel freier und gelassener.
Vielleicht zum Jahreswechsel einfach mal alles Alte hinter sich lassen und Platz schaffen für das Neue? Geht ziemlich gut mit Feuer. Vom Loslassen, vom Hinter-sich-lassen und vom Sich-Befreien aus alten Geschichten. Und von großer Wut und sehr, sehr lautem Schreien zu sehr, sehr lauter Heavy-Metal-Musik im Auto.
Wenn ich mit dem Zug reise, dann nur im Ruhe-Abteil. Ich reise grundsätzlich nie ohne Oropax und Noise-Cancelling-Kopfhörer. Ich schotte mich von der Welt ab, wo ich es nur kann. Nicht, weil ich die Welt nicht mag. Sondern weil sie mir zu viel und viel zu laut geworden ist. Ich ertrage es einfach nicht (mehr). Die Dauerbeschallung ÜBERALL macht mich fertig. Energetisch, körperlich, psychisch, mental. Ich giere nach Ruhe. Stille ist mein safe space.
Was passiert in unserem Gehirn unter Zeitdruck? Warum verlieren wir unter Stress unsere Klugheit, Empathie und Entscheidungsfähigkeit? Warum wir nicht mehr richtig denken können – und was Plato, dein Cortex und dein stressiger Alltag damit zu tun haben. Ein Plädoyer für Pausen, Tiefgang und das radikale Recht auf Langsamkeit in einer sich immer schneller werdenden Welt, die durchdreht.
Wahlen kippen nach rechts, Angst frisst Hirn, Messerattacken werden zur Schlagzeilenroutine, während sich ganze Gesellschaften in Kommentarspalten zerfleischen. Und dazwischen? Depressionen. Erschöpfung. Sinnkrisen im Abo. Was ist los mit uns? Sind wir im Grunde gut - oder im Grunde einfach nur bescheuert? Über Menschenbild, Weltlage, toxische Entwicklungen und die Frage: Wie retten wir unsere Menschlichkeit inmitten von Wahnsinn, Wut und Weltüberforderung?
Freude ist radikal. Freude ist Widerstand. Freude ist die Energie, die uns trotz allem am Leben hält. Deshalb ist es gerade jetzt unsere Aufgabe, Freude aktiv zu verteidigen. Indem wir sie nicht als belangloses Beiwerk betrachten, sondern als das, was sie ist: Eine Haltung. Ein Statement. Ein politischer Akt.
Es gibt so Begriffe, die fliegen einem plötzlich um die Ohren, als hätte jemand im Business-Buzzword-Labor ein neues Trend-Elixier gebraut. "Psychologische Sicherheit" ist so ein Begriff. Klingt erst mal ziemlich gut, oder? Ein bisschen nach warmem Kakao in der Chef:innenetage, nach Sicherheitsgurt für das fragile Ego. Aber Moment mal – hatten wir das nicht alles schon mal? War da nicht gerade noch die Rede von "Fehlerkultur"?
Je mehr wir versuchen, Stress wegzumanagen – mit noch mehr To-do-Listen, noch besserem Zeitmanagement, noch mehr Selbstoptimierung – desto mehr neue Stressquellen ploppen auf. Der siebenköpfigen Hydra einen Kopf abschlagen zu wollen, sorgt nur dafür, dass zwei neue Köpfe nachwachsen. Sie ist nicht zu bändigen. Vielleicht liegt die Lösung also gar nicht im Bekämpfen, sondern im Umlenken der Energie.
Resilienz ist mehr als bloßes Durchhaltevermögen. Es ist die Kunst, sich von Rückschlägen zu erholen, stärker zu werden und gleichzeitig flexibel zu bleiben. Sie ist wie ein unsichtbarer Muskel, den wir trainieren können – mit den richtigen Werkzeugen und einem bewussten Blick auf uns selbst.
Irgendwie scheinen wir mehr und mehr unseren Verstand zu verlieren, überall erhitzen sich die Gemüter, politisch und gesellschaftlich, zu viel Meinung, zu viel Kampf, zu viel Verteidigung, zu viel Gegeneinander, zu viel Ich, zu viele Emotionen, zu wenig Empathie, zu wenig Verständnis, zu wenig Solidarität, zu wenig Miteinander, zu wenig Konsens, zu wenig Wir. Woran das liegt? An unserem Gehirn. Und wie wir es nutzen.
INNOVATION
Die Speakerbranche ist ein seltsamer Ort: Unternehmen googeln sich durch immer gleiche Namen, Agenturen kuratieren Sichtbarkeit statt Passung – und Speaker:innen verbringen unzählige Stunden damit, Content zu produzieren, der zwar laut ist, aber selten landet. Das Ergebnis? Ein System, in dem nicht diejenigen gewinnen, die wirklich passen, sondern jene, die am besten trommeln. Doch was wäre, wenn wir dieses Spiel umdrehen?
Ja, es gibt ihn auch hier: Der Gendergap in der Mobilität. Elektroautos gelten als Fortschritt – doch was, wenn er nicht für alle gleich sicher ist? Warum ich mich trotz positiver Erfahrungen gegen ein eigenes E-Auto entschieden habe – und was das mit nächtlichen Ladeparks und der fehlenden Sicherheit für Frauen zu tun hat. Über einen blinden Fleck in der Mobilitätswende: Die Perspektive von Frauen im öffentlichen Raum.
100 magische Fragen, die Ihr Unternehmen nach vorne bringen: Ein Fragenkatalog für kluge Köpfe, mutige Entscheider:innen und kreative Macher:innen. Dieser Fragenkatalog ist ein Denkwerkzeug für Unternehmer:innen, Führungskräfte und Menschen, die ihr Unternehmen nicht nur verwalten, sondern wirklich verändern wollen.
Fragen sind magisch. Sie können mehr als Informationen abfragen. Sie können Räume öffnen. Horizonte verschieben. Herzen berühren. Systeme sprengen. Sie sind Schlüssel für Erkenntnis, Verbindung, Innovation und Veränderung. Wer fragt, führt. Wer fragt, lernt. Und manchmal verliebt man sich sogar – dank einer guten Frage.
Wir alle stehen in unserem Leben immer wieder vor Herausforderungen – mal riesigen, mal scheinbar unlösbaren, mal kleinen – als Mensch, aber auch als ganze Gesellschaft. Fast immer ist unser Ausgangspunkt des Suchens und Findens die augenblickliche Situation, in der wir uns gerade befinden. Dabei liegen Ausweg und Lösung oft ganz woanders. In der Tiefe. Statt nach oben zu denken und zu fragen, müssen wir nach unten bohren.
Ambidextrie heisst gleichzeitig und beidhändig. Und genau das verlangt man gerade von Unternehmen und Führungskräften: Altes bewahren und Neues erfinden. Stabilität sichern und Innovation vorantreiben. Klingt wie Multitasking auf Steroiden? Ist es auch.
Veränderung versus Wachstum: Der “klassische Erfolg” hat ein Imageproblem. Das Mantra „mehr, mehr, mehr“ hat uns nicht nur in eine Klimakrise, sondern auch in eine echte Identitätskrise katapultiert. Vielleicht ist es daher an der Zeit, Erfolg anders zu definieren. Nicht als ewiges Wachstum, sondern als mutige Anpassung an das, was ist.
FÜHRUNG & KOMMUNIKATION
Führung hat sich grundlegend verändert – leiser, komplexer, anspruchsvoller. Und doch wird sie vielerorts noch so trainiert wie vor zwanzig Jahren. Warum der Bedarf an Leadership-Trainings explodiert, was Führung heute wirklich verlangt – und weshalb viele Programme ins Leere laufen.
100 magische Fragen, die Ihr Unternehmen nach vorne bringen: Ein Fragenkatalog für kluge Köpfe, mutige Entscheider:innen und kreative Macher:innen. Dieser Fragenkatalog ist ein Denkwerkzeug für Unternehmer:innen, Führungskräfte und Menschen, die ihr Unternehmen nicht nur verwalten, sondern wirklich verändern wollen.
Wir sind mitten in einer Zeitenwende – technologisch, gesellschaftlich, psychologisch. Doch kaum jemand hat gelernt, sich in dieser neuen Welt souverän zu bewegen. Wir wurden da einfach irgendwie ins kalte Wasser geschmissen. „Tech Literacy“ und „Prompt Literacy“ sind daher mehr als Buzzwords. Sie sind die neuen Schlüsselkompetenzen – für Führungskräfte, für Teams, für uns alle. Ein Weckruf für mehr Mündigkeit im Maschinenzeitalter.
Beschweren wir uns zu viel – und tun zu wenig? Aber was passiert da eigentlich genau? Warum ist Meckern so verführerisch? Und warum bringt es am Ende – nichts?Warum ständiges Meckern in Unternehmen Teams zerstört, Führung schwächt und Kommunikation vergiftet – und wie wir stattdessen mit Haltung, Klarheit und den drei Sieben von Sokrates echte Veränderung schaffen können.
Führungskraft zu sein, war noch nie ein Spaziergang. Aber in den letzten Jahren ist aus dem ohnehin schon holprigen Weg eine einzige Nebelstraße geworden. Konflikte, Krisen, Komplexität, Kontrollverlust – willkommen in der neuen Realität von Leadership. Was bedeutet Führung in Krisenzeiten? Wie bleiben Führungskräfte in unsicheren Zeiten handlungsfähig? Führung heute bedeutet: Orientierung geben, auch wenn man selbst im Nebel steht.
„Die nächste Generation von Managern wird ein Team aus Menschen und KI-Agenten leiten.“ Diesen Satz sagte Siemens-Chef Roland Busch auf der Hannover Messe 2025. Ich hab ihn mir sofort notiert. Nicht, weil er ein nettes Zitat ist – sondern weil er eine tektonische Verschiebung beschreibt. Eine, die weit über Technologie hinausgeht. Eine, die unsere Vorstellung von Arbeit, Führung und Zusammenarbeit fundamental verändert. “New Work” war gestern - Hallo, “Symbiotic Work”!
Echte, gute, konstruktive Zusammenarbeit lebt von Austausch, von Reibung, von guten Diskussionen, und ja, auch von Konflikt. Von einem Umfeld, in dem Menschen offen sagen können, was sie denken – ohne Angst vor Konsequenzen. Und genau hier kommt das Zauberwort ins Spiel: Vertrauen.
Ambidextrie heisst gleichzeitig und beidhändig. Und genau das verlangt man gerade von Unternehmen und Führungskräften: Altes bewahren und Neues erfinden. Stabilität sichern und Innovation vorantreiben. Klingt wie Multitasking auf Steroiden? Ist es auch.
Es gibt so Begriffe, die fliegen einem plötzlich um die Ohren, als hätte jemand im Business-Buzzword-Labor ein neues Trend-Elixier gebraut. "Psychologische Sicherheit" ist so ein Begriff. Klingt erst mal ziemlich gut, oder? Ein bisschen nach warmem Kakao in der Chef:innenetage, nach Sicherheitsgurt für das fragile Ego. Aber Moment mal – hatten wir das nicht alles schon mal? War da nicht gerade noch die Rede von "Fehlerkultur"?
„Wenn du Menschen in Watte packst, wenn du sie vor allem, was scharf ist, beschützt, machst du sie träge und narzisstisch.“ Denn wenn wir Konflikte vermeiden, tun wir das oft nicht aus Rücksicht, sondern aus Angst. Wir packen die anderen nämlich in Watte, nicht um sie, sondern um fast immer uns selbst zu schützen.
Was macht eine exzellente Kommunikation in der Führung aus? Dafür brauchen wir ein Bild. Und zwar ein Lebendiges, Veränderliches, Vielfältiges. Etwas, das sich mit jeder Drehung neu zusammensetzt und dennoch immer stimmig bleibt. Ein Kaleidoskop.
Du sitzt in einem großen, offenen Büro. Links von dir tippt jemand mit der Leidenschaft eines Heavy-Metal-Drummers auf seine Tastatur. Rechts klingelt ein Handy mit dem neuesten Sommerhit. Und während du versuchst, deine Gedanken wieder einzufangen, leuchtet dein Handy auf: drei neue E-Mails, zwei Slack-Nachrichten, ein Whatsapp-Ping. Willkommen in der modernen Arbeitswelt. Willkommen im Chaos. Fokus? Konzentration? Innovation? Fehlanzeige.
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
Die (deutsche) Buchbranche wehrt sich gegen KI – und schießt sich damit ins eigene Bein. Viele Verlage lehnen KI-unterstützte Manuskripte ab. Warum das rückwärtsgewandt, arrogant und fatal ist – und was sich dringend ändern muss. Ein Plädoyer für kluge Technik-Symbiose statt dogmatischer Bockigkeit.
Täuschend echt – und zutiefst gefährlich: Deepfakes sind mehr als ein digitaler Scherz. Sie gefährden Vertrauen, zerstören Reputationen und verwandeln Realität in ein manipulierbares Produkt. Was passiert, wenn wir unseren Augen nicht mehr trauen können? Deepfakes zersetzen Wahrheit, Identität – und unser Vertrauen. Und was bleibt, wenn nichts mehr echt ist?
Wir sind mitten in einer Zeitenwende – technologisch, gesellschaftlich, psychologisch. Doch kaum jemand hat gelernt, sich in dieser neuen Welt souverän zu bewegen. Wir wurden da einfach irgendwie ins kalte Wasser geschmissen. „Tech Literacy“ und „Prompt Literacy“ sind daher mehr als Buzzwords. Sie sind die neuen Schlüsselkompetenzen – für Führungskräfte, für Teams, für uns alle. Ein Weckruf für mehr Mündigkeit im Maschinenzeitalter.
SEO und SEA waren gestern. Willkommen in der Welt von KIO und KIA. Was bleibt, wenn niemand mehr googelt – und was kommt, wenn Maschinen für uns suchen? Wenn Künstliche Intelligenz für uns sucht und entscheidet, braucht es neue Strategien, um sichtbar zu bleiben. Sichtbar ist nicht mehr, wer am lautesten brüllt oder am häufigsten klickt. Sondern, wer im System der KI als relevant, vertrauenswürdig und hilfreich gilt. KIO und KIA sind die neuen Disziplinen des digitalen Marketings. Wer sie meistert, wird nicht mehr gesucht. Sondern gefunden.
Wie werden wir gefunden, wenn niemand mehr sucht? Die Art, wie wir nach Informationen suchen, steht vor einer Revolution – und Google zittert. Was passiert mit der Suchmaschine, wenn KI und Chatbots übernehmen? Und welche Kettenreaktionen löst das aus? Ein Blick auf die Zukunft von Informationssuche, Geschäftsmodellen und digitaler Sichtbarkeit.
„Die nächste Generation von Managern wird ein Team aus Menschen und KI-Agenten leiten.“ Diesen Satz sagte Siemens-Chef Roland Busch auf der Hannover Messe 2025. Ich hab ihn mir sofort notiert. Nicht, weil er ein nettes Zitat ist – sondern weil er eine tektonische Verschiebung beschreibt. Eine, die weit über Technologie hinausgeht. Eine, die unsere Vorstellung von Arbeit, Führung und Zusammenarbeit fundamental verändert. “New Work” war gestern - Hallo, “Symbiotic Work”!
„KI halluziniert“, sagen wir vorwurfsvoll, wenn ChatGPT oder CoPilot uns mal wieder Unsinn ausspucken. Aber seien wir ehrlich: Wer hat nicht schon mal in einer Diskussion einfach ein vermeintliches „Faktum“ aus der Luft gegriffen, um nicht ganz dumm dazustehen? Wieviele ausgedachte Geschichten erzählen wir Menschen eigentlich ständig?
Wenn wir die Mensch-KI-Beziehung als eine Art wohlgesinnte und “gute” Partnerschaft betrachten möchten, braucht es bestimmte Elemente, um diese Beziehung aufzubauen und zu pflegen. Wir müssen u.a. darauf vertrauen können, dass KI unsere Absichten “versteht” und im Einklang mit unseren Werten handelt. Also müssen wir als Menschen dafür sorgen, dass unsere Absichten und Werte „gut“ sind.
Vielleicht ist genau das dringend notwendig Menschliche an KI: "ChatGPT can make mistakes. Consider checking important information.“ Und vielleicht ist genau das, was wir uns Menschen und damit auch allen AI-Tools unbedingt bewahren müssen: Die Möglichkeit, Fehler machen zu dürfen. Und vielleicht ist es gut und wichtig, dass AI Fehler macht. Und immer machen wird.
Noch nie waren Menschen und das Menschliche so wichtig wie im Zeitalter der Algorithmen und all dem ganzen Digitalisierungs- und Technikgedöns. Was mich an dem Buch beeindruckt hat: Wie reflektiert und smart Hannah Fry die Chose mit den Algorithmen betrachtet, darstellt und analysiert. Sie malt keine Zukunftsutopien aber auch keine Zukunftsdystopien an die Wand - wie so viele andere der digitalen Möchtegern-Elite - aber auch ihre Gegner - es gerade ständig tun.
LEBEN & PSYCHOLOGIE
Gibt es eventuell einen Zusammenhang, dass unsere Welt immer "blöder" wird, die Menschen immer gestresster und unsolidarischer, weil unsere Lebensräume, z.B. Städte, einfach nicht mehr „schön“ sind, sondern dreckig, hässlich, zu eng, zu laut, mit viel zu viel Verkehr und Lärm? Brauchen wir Harmonie, Ästhetik, Ruhe und Schönheit, um wirklich gut zu leben und auch gut miteinander auszukommen?
Alles, was ich mache, ist ein Angebot. Ein Angebot an die Welt. Und der Welt steht es frei, es anzunehmen. Seitdem ich mich von der Erwartung befreit habe, dass die Welt auf meine Angebote gewartet hat und sie annehmen muss, bin ich viel freier und gelassener.
Vielleicht zum Jahreswechsel einfach mal alles Alte hinter sich lassen und Platz schaffen für das Neue? Geht ziemlich gut mit Feuer. Vom Loslassen, vom Hinter-sich-lassen und vom Sich-Befreien aus alten Geschichten. Und von großer Wut und sehr, sehr lautem Schreien zu sehr, sehr lauter Heavy-Metal-Musik im Auto.
Enden haben einen schlechten Ruf. Eine Beziehung ist zu Ende. Ein Jahr ist zu Ende. Ein Leben neigt sich dem Ende zu. Der Urlaub ist vorbei. Die Kindheit ist zu Ende. Die Dreißiger sind zu Ende. Ein Jahrzehnt geht zu Ende. Ende ist immer Abschied. Ende ist immer vorbei. Ende ist oft „aus die Maus“ und „vorbei, bye, bye Junimond“. - Warum wir Enden brauchen. Über die Magie von Anfängen. Und warum Unendlichkeit keine gute Idee ist.
Ja, es gibt ihn auch hier: Der Gendergap in der Mobilität. Elektroautos gelten als Fortschritt – doch was, wenn er nicht für alle gleich sicher ist? Warum ich mich trotz positiver Erfahrungen gegen ein eigenes E-Auto entschieden habe – und was das mit nächtlichen Ladeparks und der fehlenden Sicherheit für Frauen zu tun hat. Über einen blinden Fleck in der Mobilitätswende: Die Perspektive von Frauen im öffentlichen Raum.
Jeder Mensch braucht andere Menschen um sich herum. Aber jeder Mensch braucht auch dringend das Alleinsein. Letzteres wird komischerweise immer noch als ein seltsames Ding betrachtet. Jeder, der gern allein ist, wird komisch beäugt. Wie, du bist lieber allein zu Hause als raus Downtown zu gehen und Party zu machen? Da kann was nicht stimmen. Die Gesellschaft befeuert extrovertiertes Verhalten. Und stellt Introvertiertheit in Frage.
Wenn ich mit dem Zug reise, dann nur im Ruhe-Abteil. Ich reise grundsätzlich nie ohne Oropax und Noise-Cancelling-Kopfhörer. Ich schotte mich von der Welt ab, wo ich es nur kann. Nicht, weil ich die Welt nicht mag. Sondern weil sie mir zu viel und viel zu laut geworden ist. Ich ertrage es einfach nicht (mehr). Die Dauerbeschallung ÜBERALL macht mich fertig. Energetisch, körperlich, psychisch, mental. Ich giere nach Ruhe. Stille ist mein safe space.
„Du musst nicht von allen gemocht werden – Vom Mut, sich nicht zu verbiegen“ von Ichiro Kishimi und Fumitake Koga ist ein radikal befreiender Dialog über Selbstverantwortung, Freiheit, Selbstwertgefühl, und den Mut, Nein zu sagen. Die Grundlage des Buches ist die Individualpsychologie nach Alfred Adler, die – im Gegensatz zu Freud oder Jung – den Fokus nicht auf die Vergangenheit, sondern auf die Ziele und Entscheidungen eines Menschen legt. Diese Denkweise stellt vieles auf den Kopf. Und genau das macht den Mehrwert dieses Buches aus.
Was passiert in unserem Gehirn unter Zeitdruck? Warum verlieren wir unter Stress unsere Klugheit, Empathie und Entscheidungsfähigkeit? Warum wir nicht mehr richtig denken können – und was Plato, dein Cortex und dein stressiger Alltag damit zu tun haben. Ein Plädoyer für Pausen, Tiefgang und das radikale Recht auf Langsamkeit in einer sich immer schneller werdenden Welt, die durchdreht.
Wahlen kippen nach rechts, Angst frisst Hirn, Messerattacken werden zur Schlagzeilenroutine, während sich ganze Gesellschaften in Kommentarspalten zerfleischen. Und dazwischen? Depressionen. Erschöpfung. Sinnkrisen im Abo. Was ist los mit uns? Sind wir im Grunde gut - oder im Grunde einfach nur bescheuert? Über Menschenbild, Weltlage, toxische Entwicklungen und die Frage: Wie retten wir unsere Menschlichkeit inmitten von Wahnsinn, Wut und Weltüberforderung?
Zeit ist die demokratischste Ressource der Welt. Egal, wer du bist, egal, wo du stehst: Eine Sache ist für uns alle gleich: Zeit. Jeder Tag bringt 24 Stunden. 1.440 Minuten. 86.400 Sekunden. Zeit ist die ultimative Demokratie. - Über die Epidemie der Zeitarmut, den Sweet Spot zwischen Burnout und Boreout, Distraction Shaming und die 5-Why-Methode, die uns hilft, zu erkennen, ob wir unsere kostbare Zeit sinnvoll investieren.
Wenn alles laut ist, wird Stille zum Luxus. Wenn alle um Sichtbarkeit kämpfen, wird Unsichtbarkeit zur Superkraft. Willkommen im Zeitalter der Aufmerksamkeitsökonomie – einem System, in dem nicht mehr der gewinnt, der wirklich etwas zu sagen hat, sondern der, der am lautesten brüllt, sich am besten inszeniert oder den cleversten Algorithmus füttert. Aber was wäre, wenn wir dieses Spiel nicht mehr mitspielen? Was, wenn es eine klügere Strategie gibt – nämlich die des bewussten Rückzugs?
Je mehr wir versuchen, Stress wegzumanagen – mit noch mehr To-do-Listen, noch besserem Zeitmanagement, noch mehr Selbstoptimierung – desto mehr neue Stressquellen ploppen auf. Der siebenköpfigen Hydra einen Kopf abschlagen zu wollen, sorgt nur dafür, dass zwei neue Köpfe nachwachsen. Sie ist nicht zu bändigen. Vielleicht liegt die Lösung also gar nicht im Bekämpfen, sondern im Umlenken der Energie.
Du sitzt in einem großen, offenen Büro. Links von dir tippt jemand mit der Leidenschaft eines Heavy-Metal-Drummers auf seine Tastatur. Rechts klingelt ein Handy mit dem neuesten Sommerhit. Und während du versuchst, deine Gedanken wieder einzufangen, leuchtet dein Handy auf: drei neue E-Mails, zwei Slack-Nachrichten, ein Whatsapp-Ping. Willkommen in der modernen Arbeitswelt. Willkommen im Chaos. Fokus? Konzentration? Innovation? Fehlanzeige.
Es geht um Enden und Anfänge, das Game und den Endgegner (new level, new devil …), Risiko, Angst, Kopf vs. Herz, Wahrheiten, Höhen und Tiefen, Krisen, Masken, Rosen, Freiheit, Schönheit, den Weg und den Plan, Vergleiche, Verbundenheit, Zweifel, Rumeiern, Erfolg – und Leben und Lieben.
Wenn alles nur noch digital ist, ist das der point of no return? Machen hochdigitalisierte, aalglatte, streamlinige und getouchscreent-bis-zum Get-No-More- Autos/Küchengeräte/etc wirklich mehr Spaß als die guten alten Knatterkisten mit echten Zeiger-Anzeigen, Hebeln und Knöpfen? Manchmal vermisse und will ich einfach nur ein paar echte Knöppe im Auto. Und in Hotels bitte einfach nur Lichtschalter!
Das widersprüchliche nostalgisch, bittersweete Gefühl, das man hat, wenn man die letzten Legosets aus dem Kinderzimmer räumt: Legostalgie. Es beschreibt die Erleichterung, die Staubfänger endlich los zu werden und gleichzeitig zieht‘s im Herzen, weil das Kind sich anschickt und wagt, einfach kein Kind mehr zu sein.
Letzte Woche Montag Abend war SIE in Köln - the one and only phenomenal Elizabeth Gilbert. Von Minute eins bis zum letzten Moment war ich gebannt, beeindruckt, bewegt, berührt, begeistert und fasziniert. Liz Gilbert braucht keine Show, sie ist … pur. Sie spricht über die Revolution, die die Welt gerade am meisten braucht: Relaxed Woman. Und was wir dafür brauchen: Priorities, Boundaries und Mysthicism.
Sich zu erinnern ist ein ulkiges und nicht greifbares Gefühl. Es verursacht Nostalgie und Melancholie. Aber wie funktioniert das eigentlich mit den Erinnerungen, die wir so haben und die urplötzlich auf unserer Gehirnleinwand aufploppen? Was löst welche Erinnerungen aus? Und wer oder was entscheidet, an welche Erinnerungen wir uns erinnern? Und was wäre, wenn wir keine Erinnerungen hätten?
In unserer Familie wird seit fast 40 Jahren ein ganz besonderes Geheimnis gehütet: Das Ostergeheimnis. Als ich ungefähr acht Jahre alt, und eigentlich schon nicht mehr an die Sache mit Weihnachtsmann und Osterhase glaubte, vollbrachten meine Eltern ein kleines Wunder, das bis heute unaufgeklärt ist – und an das ich bis heute mit einem Lächeln und mit Staunen zurück denke.
„One of the hardest parts of parenting that caught me off guard wasn't the tantrums or long nights. It was the stark realization that I needed to reparent myself, had to learn to manage my own tantrums and that I was going to make so many mistakes along the way. Growing up alongside my kids has been the most humbling and transformative work I'll ever do.“
Von Staffel Eins an war und bin ich großer Fan der AppleTV-Serie „The Morning Show“. Zum einen, weil ich in meinen Zwanzigern selbst als Redakteurin bei verschiedenen TV-Sendern und Sendungen gearbeitet habe. Ich kannte also den ganzen Medien-Zirkus selbst nur zu gut. Zum anderen, ja, ich gebe es unumwunden zu, bin ich Fangirl von Jennifer Aniston und Rheese Witherspoon.
Vergessen wir “Trigger” und all die Dinge, die uns aus der Bahn werfen und unsere Nerven zum Zerreißen bringen. Denn Glimmer ist das genaue Gegenteil: Es beschreibt die magischen Momente in unserem Leben, die uns berühren, bewegen und mit Freude erfüllen.
Irgendwie scheinen wir mehr und mehr unseren Verstand zu verlieren, überall erhitzen sich die Gemüter, politisch und gesellschaftlich, zu viel Meinung, zu viel Kampf, zu viel Verteidigung, zu viel Gegeneinander, zu viel Ich, zu viele Emotionen, zu wenig Empathie, zu wenig Verständnis, zu wenig Solidarität, zu wenig Miteinander, zu wenig Konsens, zu wenig Wir. Woran das liegt? An unserem Gehirn. Und wie wir es nutzen.
Warum verhalten wir uns anders oder komisch, wenn wir uns beobachtet fühlen? Und was haben Quantenphysik, Schrödingers Katze und Instagram damit zu tun? Ein berühmtes Gedankenexperiment der Quantenphysik stellt uns vor die Frage, wie sich das Verhalten eines Objekts ändert, wenn es beobachtet wird. Ein Beispiel dafür ist die Auswirkung der Beobachtung auf unser Verhalten und wie diese Dynamik im Zeitalter von Instagram verstärkt wird.
Let´s talk about Integrität. Gehört und gelesen habe ich das Wort schon zig Male in verschiedenen Kontexten. Ich habe es oft unachtsam überlesen, überhört oder benutzt. Integrität ist, dass man sich halt irgendwie korrekt verhält. Vor allem moralisch, ethisch und politisch korrekt. Dachte ich bisher.
Eine beunruhigende Entwicklung: Es scheint, als verlören immer mehr Menschen den Glauben an das Gute und den Glauben, daran, dass es sich lohnt, sich mit guten Absichten für das Gute einzusetzen. Aber wie konnte es soweit kommen? Und was haben Frösche im heißen Wasser damit zu tun?
Ich weiß nicht, was mich geritten hat, mal eben ein fettes Ferienhaus für 10 Personen in der Provence zu buchen. Und dann den Menschen, die man gerne um sich und dabei haben möchte zu sagen: Hey People, kommt vorbei! House of open doors! Und sich dann eine Gemengelage aus zufällig zusammen gewürftelten Menschen, die gerade Zeit und Lust hatten auf einen 1000-Kilometer-Ritt, aus Family, erweiterter Family und Friends mit blassen Beinen und Bäuchen in Bikini, respektive Badehose, an und im Pool tummelt.
SOCIAL MEDIA EXIT
hier alle Artikel über Social Media Sucht & Social Media Ausstieg
Digital Detox ist die moderne Selbstlüge im Wellness-Gewand: ein bisschen Pause, ein bisschen gutes Gefühl – und dann zurück in die gleiche Abhängigkeit. Wer glaubt, ein hochoptimiertes Sucht-System mit „bewusster Nutzung“ austricksen zu können, hat das Spiel nicht verstanden. Dieser Text ist ein klarer, bissiger Weckruf: Warum weniger Scrollen nicht reicht – und warum nur der radikale Exit wirklich frei macht.
Du glaubst, du bist nicht süchtig nach Social Media? Na klar. Denken wir alle. Dieser kleine, schnelle Test offenbart dir, wie viel Kontrolle du über den Feed wirklich noch hast – und wie viel dein Feed längst übernommen hat.
Millionen-Urteile gegen Meta und Google. Schlagzeilen weltweit. Und plötzlich steht eine unbequeme Frage im Raum: Was, wenn Social Media nicht einfach nur nervt – sondern systematisch abhängig macht? Warum die Tech-Industrie gerade ihren „Big-Tobacco-Moment“ erlebt und weshalb jetzt die beste Zeit ist, digital auszusteigen.
Wir würden niemals sagen „Ach, lass die Kids doch rauchen, alle machen das!” Heute geben wir ihnen Smartphones und nennen es Fortschritt. Eine aktuelle Studie über Mediensucht wirft unbequeme Fragen auf. Neue Studie, alte Wahrheit: Social Media macht süchtig – aber nicht nur Kinder. Warum wir dringend neu über Aufmerksamkeit, Fortschritt, Verantwortung – und den radikalen Social Media Ausstieg nachdenken müssen.
Selbst Stille braucht heute Publikum. Das demonstrative „Bei-mir-sein“ wird zum neuen Flex in einer Welt, die ohne Sichtbarkeit kaum noch existieren kann. Über inszenierten Rückzug und die radikale Kraft des echten Verschwindens und Unsichtbarsein.
Neid ist eines der stillsten Gefühle unserer Zeit – und eines der mächtigsten. Social Media hat den sozialen Vergleich perfektioniert: Wir sehen ständig das vermeintlich bessere Leben der anderen. Warum digitale Vergleiche unser Gehirn stressen, unser Glück sabotieren und Beziehungen vergiften – und wie wir lernen, wieder bei uns selbst anzukommen.
Wir leben in einer Zeit, in der wir uns selbst permanent begegnen. Nicht im echten Leben, sondern im Spiegel unserer Bildschirme. Likes, Kommentare, Views: eine moderne Form der Selbstbetrachtung, die uns glauben lässt, wir müssten uns ständig überprüfen, verbessern, inszenieren. Doch was macht das mit unserem Glück und unserer Zufriedenheit? Was passiert, wenn wir mehr Zeit damit verbringen, uns ständig selbst zu beobachten, als die wirklich Welt zu erleben? Eine Einladung, einen Schritt zurückzutreten: Raus aus dem digitalen Spiegelkabinett und rein ins echte Leben.
Mit Social Media aufzuhören gelingt nur, wenn man die Nutzung nicht nur reduziert, sondern bewusst und radikal beendet. Viele Menschen scheitern mit Zeitlimits oder Digital Detox, weil Plattformen gezielt psychologische Belohnungsmechanismen nutzen. Ein nachhaltiger Social-Media-Exit beginnt deshalb oft mit einem Perspektivwechsel: Social Media nicht als notwendiges Werkzeug zu sehen, sondern als optionales System, aus dem man aussteigen kann. Und aussteigen darf.
Abhängigkeit mit System, Abhängigkeit mit Absicht, Abhängigkeit mit gravierenden Folgen: Was wie eine spinnerte und provokante These klingt, ist heute belegbar: Social Media greift in dein Hirn, deine Hormone, deinen Alltag ein, wie eine Zigarette zwischen den Gedanken.
Social Media wirkt harmlos: ein paar Bilder, ein paar Videos, ein bisschen Unterhaltung. Doch hinter dem endlosen Feed steckt ein System, das darauf optimiert ist, unsere Aufmerksamkeit möglichst lange zu binden und maximal zu monetisieren. Aber warum greifen wir immer wieder zum Handy, obwohl wir es eigentlich gar nicht wollen? Ein Blick hinter die Mechanik der Social-Media-Sucht – und warum der Vergleich mit einer Zigarette gar nicht so weit hergeholt ist.
Was passiert eigentlich wirklich, wenn man Social Media löscht? Wird das Leben kleiner – oder plötzlich klarer? Über meinen eigenen Social Media Exit und was sich seitdem verändert hat: mehr Fokus, mehr Energie, mehr echte Zeit. Über digitale Befreiung, über das Leben ohne Social Media und darüber, warum der Schritt nach draußen weniger Verlust und mehr Rückgewinn ist, als wir denken. Denn wenn wir raus gehen, verlieren wir gar nichts. Aber gewinnen so viel.
Die Debatte über ein Social Media Verbot für Jugendliche ist überfällig – und zugleich erstaunlich bequem. Während wir Schutzmechanismen fordern, scrollen wir selbst weiter. Über die Verlogenheit der aktuellen Verbotsdebatte, die gesellschaftlichen Folgen von Social Media Sucht und warum echte Veränderung nicht bei Gesetzen beginnt, sondern bei uns. Zwischen Generation Overwhelm, digitaler Erschöpfung und der Frage nach Verantwortung geht es um mehr als Regulierung: Es geht um Entmachtung durch bewussten und radikalen Ausstieg.
„Social Media ist wie Rauchen.“ Ein Satz, der zunächst provoziert und bei näherem Hinsehen irritierend plausibel wird. Warum der Vergleich nicht moralisch gemeint ist, sondern strukturell, und was Neurobiologie, Aufmerksamkeitsökonomie und digitale Gewohnheiten miteinander zu tun haben.
Alle erklären dir, wie Leben geht. In Reels, Listen und „Things I’ve learned“. Von Menschen, die kaum gelebt haben. Fünf Dinge, die dein Leben verändern. Sieben Regeln fürs Glück. 45 Learnings aus 45 Minuten Lebenserfahrung. You name it. “Advice Pollution” nennt man dieses Dauerfeuer aus ungefragten Lebensregeln. Es macht müde, unsicher und abhängig. Ein nerviger Trend und ein Symptom unseres Social-Media-Systems.
Bekenntnisse einer Unsichtbaren mit Wirkung: Ich habe einfach keine Lust, keinen Bock, keine Zeit, keine Energie auf und für LinkedIn. Und ja, manchmal fühle ich mich damit so, als müsste ich mich dafür erklären und rechtfertigen wie jemand, der auf einer Party keinen Alkohol trinken will. Kein LinkedIn, keine Personal Brand-Show – und trotzdem sichtbar? Ja, das geht. Warum ich als Selbstständige eben nicht auf LinkedIn rumturne, wie ich ohne Algorithmus Kund:innen gewinne – und was wir alle vom digitalen “Unsichtbarsein” lernen können.
Woran orientiert sich eigentlich die Algorithmen-Forschung? An unserem Gehirn. Denn auch unser Hirn ist nichts anderes als einfach nur ein Algorithmus. Es folgt Mustern und Gewohnheiten, scannt, vergleicht, gleicht ab, trifft Entscheidungen, oft in Mikrosekunden. Algorithmen - online und auch in unserem Gehirn - bestätigen uns in uns selbst. Warum das auf Dauer nicht wirklich gut ist und warum wir immer mal wieder raus aus unseren Bubbles müssen.
Warum verhalten wir uns anders oder komisch, wenn wir uns beobachtet fühlen? Und was haben Quantenphysik, Schrödingers Katze und Instagram damit zu tun? Ein berühmtes Gedankenexperiment der Quantenphysik stellt uns vor die Frage, wie sich das Verhalten eines Objekts ändert, wenn es beobachtet wird. Ein Beispiel dafür ist die Auswirkung der Beobachtung auf unser Verhalten und wie diese Dynamik im Zeitalter von Instagram verstärkt wird.