Wir haben keine Angst vor Künstlicher Intelligenz, sondern vor uns selbst

Ich bereite gerade einige Vorträge zum Thema “KI” vor und immer wieder müssen dabei auch Aspekte wie Technikangst, Zweifel, Skepsis und Panikmache betrachtet werden. Sicher zurecht. Aber: Ich bin immer mehr davon überzeugt, dass es gar nicht die Angst vor der Technik ist, sondern diese Angst immer nur die Angst vor uns selbst ist. Denn wie sollen wir menschengemachter Technik auch vertrauen können, so lange wir Menschen uns Menschen nicht vertrauen können und solange Menschen Mist ohne Ende verzapfen?

Wenn wir die Mensch-KI-Beziehung als eine Art wohlgesinnte und “gute” Partnerschaft betrachten möchten, ähnlich wie bei einer zwischenmenschlichen Verbindung, braucht es bestimmte Elemente, um diese Beziehung aufzubauen und zu pflegen. Vor allem aber ist die Vertrauensfrage entscheidend und das Spiel und die Stimmungslage bestimmend. Wir müssen darauf vertrauen können, dass die KI unsere Absichten “versteht” und im Einklang mit unseren Werten handelt. Also müssen wir als Menschen dafür sorgen, dass unsere Absichten und Werte „gut“ sind.

Und das ist eigentlich die größte Herausforderung. Denn wir als Menschen sind komplex. Schauen wir uns in der Welt um: Nur „Gutes“ gibt es und gab es leider nirgends und noch nie. Und das hat alles rein gar nichts mit KI zu tun. KI (und jede andere Form von Technik) ist immer nur so „gut“, wie der Mensch „gut“ ist. Und so „schlecht“, wie der Mensch „schlecht“ ist.

Technik kann immer das, was wir zulassen. Wir können sie für das Gute einsetzen. Wenn wir uns auf das Gute besinnen und das Gute erhalten. Vor allem brauchen wir dafür das Vertrauen in uns Menschen.

„Wenn die Maschinen jetzt besser darin werden, Maschinen zu sein, müssen wir besser darin werden, Menschen zu sein." - unbekannt

Dieses Zitat, oft verschiedenen Personen zugeschrieben, drückt eine tiefere Wahrheit aus: Das Zusammenleben und die Zusammenarbeit Mensch-KI ist einzig und allein davon bestimmt, wie wir als Menschen sein wollen, uns verhalten wollen, wie wir zusammen leben und arbeiten wollen, wofür wir antreten, was uns schützenswert erscheint, was unsere Werte sind. Siehe auch Tech Literacy & Prompt Literacy: Warum wir lernen müssen, mit Maschinen zu denken – bevor sie für uns denken

Es geht gar nicht darum, Technik und KI zu vertrauen. Sondern es geht um eine ganz andere Frage. Und diese Frage muss zuallererst beantwortet werden: Können wir UNS vertrauen? Können wir uns Menschen vertrauen?

Uns um KI zu kümmern, darum geht es eigentlich gar nicht. Das ist eigentlich gar nicht unser Problem. Das Problem sind WIR. Es geht gar nicht darum, Technik und KI zu vertrauen. Sondern es geht um eine ganz andere Frage. Und diese Frage muss zuallererst beantwortet werden: Können wir UNS vertrauen? Können wir uns Menschen vertrauen? Siehe auch Fake You! Wie KI-Deepfakes unsere Realität zersetzen

Wir bilden uns bei der Auseinandersetzung mit KI und Technik so viel darauf ein, Mensch zu sein, auf unsere menschlichen Werte und Qualitäten wie Empathie, Einfühlungsvermögen, Liebe, Kreativität, Solidarität, Gerechtigkeit usw. Alles, was Maschinen ja nicht können und weshalb sie “böse” und “blöde” sind. Aber mal ganz ehrlich – wie sieht denn unsere Welt aus? Kiek dich doch mal um, ey. Wenn wir uns so viel darauf einbilden, warum ist unsere Welt dann so, wie sie ist? Das ist alles menschengemacht. Juhu. Bravo. Und Applaus.

WIR sind das Problem. Nicht die Technik.

WIR sind das Problem. Nicht die Technik. Es ist wie in Beziehungen: Der, der für den meisten Trouble sorgt, schiebt immer erst mal die Schuld auf den anderen. „Du bist dran Schuld …!“ Nee. Isser nicht. Übernehmen wir Verantwortung. Für UNS. Und erst dann können wir auch die Technik vertrauensvoll und GUT um uns herum gestalten.

Das Problem sind nie die Werkzeuge, die wir erfinden. Sondern nur, wie wir sie nutzen. Und wofür. Wir können es für großartige Dinge nutzen - siehe auch Von 500.000 Euro zu 5.000 Euro: Was KI für Gründer & Plattformen (und die Eventbranche) wirklich verändert

Es liegt an uns – wie bei jedem Werkzeug, WIE wir es nutzen möchten. Wir können ALLES in jedem Moment, JEDES Werkzeug, jedes Ding, jede Idee, für etwas Gutes nutzen. Aber eben auch immer for the evil.

Technik ist immer nur ein Werkzeug. Es liegt in unseren Händen, wie wir es einsetzen. Nur wenn wir uns selbst vertrauen und unsere menschlichen Werte wirklich ernst nehmen, können wir sicherstellen, dass KI und jede andere Technologie zum Wohl der Gesellschaft eingesetzt wird.

Das, wovor wir Angst haben, ist nicht die künstliche Intelligenz. Wir haben Angst vor uns selbst und unserem Umgang damit. DAS zu klären, ist vielleicht die einzig relevante, wichtige und dringende Aufgabe in diesen Zeiten.

Das, wovor wir Angst haben, ist nicht KI. Wir haben Angst vor uns selbst und unserem Umgang damit.

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Wenn Sie genau an dieser Schnittstelle stehen …

… zwischen KI, Veränderung, Innovation und der Frage, was davon wirklich relevant ist: Dann ist genau das der Raum, in dem Henriette Hochstein-Frädrichs Vorträge ansetzen. Nicht als abstrakte Zukunftsvision. Sondern als sehr konkrete, unternehmerische Perspektive:

Was KI heute tatsächlich möglich macht. Wo sie echten Impact hat – und wo nicht. Und wie wir sie sinnvoll in unsere Arbeit, unsere Entscheidungen, unsere Geschäftsmodelle - und ja, auch unseren privaten Alltag - integrieren können.

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Über die Autorin: Henriette Hochstein-Frädrich

Unternehmerin. Plattformgründerin. Autorin. Keynote-Speakerin. Und jemand, der KI nicht erklärt, sondern nutzt. Sie glaubt nicht an Hype, sondern an Verstehen, Selbstwirksamkeit und bewusste Entscheidungen. Während viele noch darüber reden, welche Tools es gibt, arbeitet sie längst damit – im Aufbau von Plattformen, in der Entwicklung von Geschäftsmodellen und im täglichen Arbeiten. Ihr Fokus liegt nicht auf Technologie, sondern auf dem, was sie verändert. Denn die eigentliche Frage ist nicht, was KI kann. Sondern was sie mit uns macht. Und was wir mit ihr machen. Genau darum geht es in ihren Vorträgen.

Henriette Hochstein-Frädrich ist Keynote-Speakerin, Unternehmerin, Autorin und Multi-Plattformgründerin – und eine der klarsten Stimmen, wenn es um Veränderung, Motivation, Führung und den bewussten Umgang mit neuen Technologien geht.

Seit über 15 Jahren arbeitet sie mit Unternehmen, Organisationen und Menschen, die nicht nur funktionieren wollen, sondern verstehen, gestalten und Verantwortung übernehmen möchten. In ihren Vorträgen und Workshops verbindet sie Psychologie, Neurowissenschaft, gesellschaftliche Entwicklungen und eigene unternehmerische Erfahrung zu Impulsen, die wirken – ohne zu belehren und ohne zu beschönigen.

Henriette Hochstein-Frädrich steht für Substanz statt Buzzwords, für Klarheit statt Hype und für echte Anwendung statt theoretischer Begeisterung. Sie arbeitet selbst seit Jahren mit Künstlicher Intelligenz – im Aufbau von Plattformen, in der Entwicklung von Geschäftsmodellen und im täglichen Denken und Entscheiden. Für sie ist KI kein Trend, sondern ein Werkzeug – und vor allem ein Spiegel dafür, wie wir arbeiten, führen und miteinander umgehen. Ihr Ansatz ist dabei klar: Nicht die Technologie steht im Mittelpunkt. Sondern immer der Mensch, der sie nutzt.

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