Die Weihnachtsfalle

Waren Sie schon auf dem Weihnachtsmarkt? Freuen Sie sich drauf oder denken Sie "Och nö. Kein Bock. Der Weihnachtsmann soll am Nordpol bleiben und seine Rentiere kraulen aber um Himmels Willen hier bitte bloß nicht aufschlagen!"? 

Seit Wochen versucht man ja (und mit "man" meine ich die böse Wirtschaft, die böse Konsumgesellschaft und nicht zu vergessen den bösen Kapitalismus - Pfui, Spinne!), uns in Weihnachtslaune, respektive, Weihnachtsshoppinglaune zu kriegen. Zum Glück hat sich Halloween mittlerweile als Event in Deutschland fest etabliert, denn so hat man wenigstens im Oktober noch halbwegs Ruhe vor der Weihnachtsdeko in den Geschäften, denn schließlich müssen erst mal Hexenkostüme und Kürbismasken an den Mann/die Frau gebracht werden. Doch sobald sich die Sache mit dem Kürbis erledigt hat, verwandeln sich die Geschäfte über Nacht in Winterwonderlands und aus den Lautsprechern dröhnt nun "Jingle Bells". Halleluja. 

Der Mann, der am Gate weinte

Es gibt nicht viel Entblößenderes als in der Öffentlichkeit zu weinen. Und dann noch als Mann. Umso mehr rührte mich das. Ich fragte mich besorgt, was der Mann wohl hat, ob ich irgendwas für ihn tun könne, ob ich hingehen sollte. Doch dann sagte eine blöde Stimme in mir "Lass den in Ruhe, ist nicht dein Problem, was geht dich ein fremder heulender Mann an, geh zu deinem Gate, dein Flug geht bestimmt gleich los." Ich habe auf diese Stimme gehört und den Mann in Ruhe gelassen. 

Handyterror, Ohrenmüll und Telefonintimsphäre

Ich habe ein merkwürdiges Schamempfinden in Bezug auf öffentlich geführte Telefonate. Erstens kann und will ich nicht in der Öffentlichkeit telefonieren. Ich schäme mich dabei. Es ist tatsächlich ein bißchen so wie nackt sein. Ich fühle mich dabei entblößt. Die Vorstellung, dass mir dabei Hinz und Kunz zuhören können, verursacht bei mir Hitzewallungen. Egal, wobei es in dem Telefonat geht, ob es Businesszeug oder privater Kram ist, ja selbst das "Schatz, kannst du heute den Kleinen vom Kindergarten abholen?", ich will einfach nicht, dass mir andere dabei zuhören. 

Adieu, du schöner Sommer. Und fuck you, you winter.

Jetzt ist es soweit. September. Winter. Winter? Ja, Winter, verdammt. Ich möchte dem Winter und dem Herbst gepflegt den Mittelfinger zeigen. Ich leider unter Sommer-Abschieds-Melancholie und Winter-kommt-jetzt-unaufhaltsam-Frust. Kennen Sie das? Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich am 1. September beim Blick auf den Kalender regelrecht erschrecken und plötzlich eine undefinierbare Traurigkeit verspüren, frustriert sind, weil mit dem letzten August-Tag der Sommer vorbei ist? 

Warum Kuchen in kleinen Cafés teuer sein muss

Ich mag diese kleinen individuellen Cafés, wie sie überall an allen Ecken und Enden in allen Städten neu aufploppen. Meistens mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, und zum Futtern gibt´s meistens leckere Salate, Sandwiches, Suppen und eben Kuchen. Alles haus- und selbstgemacht natürlich. Ich weiß nicht, wie es Ihnen so geht, aber zucken Sie auch im ersten Moment zusammen, wenn Sie in diesen besagten kleinen Läden um die Ecke mal ein oder zwei Stück Kuchen essen oder für zu Hause mitnehmen wollen, und dann erdreisten die sich und verlangen doch tatsächlich für ein lächerliches Stück Kuchen ganze 3,90 Euro? Oder manchmal sogar 4,50 Euro!

Heartbreak-Philosophie mit einem 4-Jährigen: Über Trennungsangst und Tod

Mein Kleiner, 4 dreiviertel Jahre alt, krabbelt gegen 6:30 Uhr zu mir ins Bett. Er ist schon wach, ich krieg die Augen kaum auf, bin noch total müde. 

Er nimmt meine Hand, schaut mich an und sagt: "Stimmt´s Mami, wir trennen uns nie?" 
Mir schießen fast die Tränen in die Augen. Ich: "Nein, wir trennen uns nie." 
Die Antwort genügt ihm. Er glaubt mir. Dann kuscheln wir erst mal ´ne Runde. 

Angst im Dunkeln: Plötzlich Beschützer

Gibt es eigentlich irgendjemanden, der keine Angst im Dunkeln hat? Und wenn ja, wie geht das? Ich weiß nicht warum, aber ich hatte schon immer Angst im Dunkeln. Woher die Angst kommt, kann ich mir nicht erklären, ich weiß nur, dass es schon immer so war. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, jemals keine Angst gehabt zu haben.