The H-Files: Hirnfutter für Offene, Mutige und Neugierige
Essays. Perspektiven. Denkstoff. Shift-Papers.
Über die Magie des Alleinseins
Jeder Mensch braucht andere Menschen um sich herum. Aber jeder Mensch braucht auch dringend das Alleinsein. Letzteres wird komischerweise immer noch als ein seltsames Ding betrachtet. Jeder, der gern allein ist, wird komisch beäugt. Wie, du bist lieber allein zu Hause als raus Downtown zu gehen und Party zu machen? Da kann was nicht stimmen. Die Gesellschaft befeuert extrovertiertes Verhalten. Und stellt Introvertiertheit in Frage.
Ruhe, bitte! – Ist „Noise Pollution“ die nächste Gesundheitskrise?
Wenn ich mit dem Zug reise, dann nur im Ruhe-Abteil. Ich reise grundsätzlich nie ohne Oropax und Noise-Cancelling-Kopfhörer. Ich schotte mich von der Welt ab, wo ich es nur kann. Nicht, weil ich die Welt nicht mag. Sondern weil sie mir zu viel und viel zu laut geworden ist. Ich ertrage es einfach nicht (mehr). Die Dauerbeschallung ÜBERALL macht mich fertig. Energetisch, körperlich, psychisch, mental. Ich giere nach Ruhe. Stille ist mein safe space.
Man kann nicht denken, wenn man es eilig hat – oder: Warum wir ohne Zeit den Verstand verlieren
Was passiert in unserem Gehirn unter Zeitdruck? Warum verlieren wir unter Stress unsere Klugheit, Empathie und Entscheidungsfähigkeit? Warum wir nicht mehr richtig denken können – und was Plato, dein Cortex und dein stressiger Alltag damit zu tun haben. Ein Plädoyer für Pausen, Tiefgang und das radikale Recht auf Langsamkeit in einer sich immer schneller werdenden Welt, die durchdreht.
LinkedOut und trotzdem da – Ein Survival-Guide für alle, die (auch) keine Lust auf LinkedIn haben
Bekenntnisse einer Unsichtbaren mit Wirkung: Ich habe einfach keine Lust, keinen Bock, keine Zeit, keine Energie auf und für LinkedIn. Und ja, manchmal fühle ich mich damit so, als müsste ich mich dafür erklären und rechtfertigen wie jemand, der auf einer Party keinen Alkohol trinken will. Kein LinkedIn, keine Personal Brand-Show – und trotzdem sichtbar? Ja, das geht. Warum ich als Selbstständige eben nicht auf LinkedIn rumturne, wie ich ohne Algorithmus Kund:innen gewinne – und was wir alle vom digitalen “Unsichtbarsein” lernen können.
Das Gegenteil von Aufmerksamkeits-Ökonomie: Die Kunst des Unaufdringlichen als Super-Skill
Wenn alles laut ist, wird Stille zum Luxus. Wenn alle um Sichtbarkeit kämpfen, wird Unsichtbarkeit zur Superkraft. Willkommen im Zeitalter der Aufmerksamkeitsökonomie – einem System, in dem nicht mehr der gewinnt, der wirklich etwas zu sagen hat, sondern der, der am lautesten brüllt, sich am besten inszeniert oder den cleversten Algorithmus füttert. Aber was wäre, wenn wir dieses Spiel nicht mehr mitspielen? Was, wenn es eine klügere Strategie gibt – nämlich die des bewussten Rückzugs?
Deep Work ist das neue New Work: Warum wir fokussierte Arbeit brauchen wie die Luft zum Atmen
Du sitzt in einem großen, offenen Büro. Links von dir tippt jemand mit der Leidenschaft eines Heavy-Metal-Drummers auf seine Tastatur. Rechts klingelt ein Handy mit dem neuesten Sommerhit. Und während du versuchst, deine Gedanken wieder einzufangen, leuchtet dein Handy auf: drei neue E-Mails, zwei Slack-Nachrichten, ein Whatsapp-Ping. Willkommen in der modernen Arbeitswelt. Willkommen im Chaos. Fokus? Konzentration? Innovation? Fehlanzeige.
Die Magie von Analog: Digital befriedigt nicht
Wenn alles nur noch digital ist, ist das der point of no return? Machen hochdigitalisierte, aalglatte, streamlinige und getouchscreent-bis-zum Get-No-More- Autos/Küchengeräte/etc wirklich mehr Spaß als die guten alten Knatterkisten mit echten Zeiger-Anzeigen, Hebeln und Knöpfen? Manchmal vermisse und will ich einfach nur ein paar echte Knöppe im Auto. Und in Hotels bitte einfach nur Lichtschalter!
Worauf wir klicken, davon bekommen wir mehr
Woran orientiert sich eigentlich die Algorithmen-Forschung? An unserem Gehirn. Denn auch unser Hirn ist nichts anderes als einfach nur ein Algorithmus. Es folgt Mustern und Gewohnheiten, scannt, vergleicht, gleicht ab, trifft Entscheidungen, oft in Mikrosekunden. Algorithmen - online und auch in unserem Gehirn - bestätigen uns in uns selbst. Warum das auf Dauer nicht wirklich gut ist und warum wir immer mal wieder raus aus unseren Bubbles müssen.
Cortex, Baby! Warum unsere Welt so bescheuert ist und was das mit unserem Gehirn zu tun hat
Irgendwie scheinen wir mehr und mehr unseren Verstand zu verlieren, überall erhitzen sich die Gemüter, politisch und gesellschaftlich, zu viel Meinung, zu viel Kampf, zu viel Verteidigung, zu viel Gegeneinander, zu viel Ich, zu viele Emotionen, zu wenig Empathie, zu wenig Verständnis, zu wenig Solidarität, zu wenig Miteinander, zu wenig Konsens, zu wenig Wir. Woran das liegt? An unserem Gehirn. Und wie wir es nutzen.
Warum verhalten wir uns anders oder komisch, wenn wir uns beobachtet fühlen?
Warum verhalten wir uns anders oder komisch, wenn wir uns beobachtet fühlen? Und was haben Quantenphysik, Schrödingers Katze und Instagram damit zu tun? Ein berühmtes Gedankenexperiment der Quantenphysik stellt uns vor die Frage, wie sich das Verhalten eines Objekts ändert, wenn es beobachtet wird. Ein Beispiel dafür ist die Auswirkung der Beobachtung auf unser Verhalten und wie diese Dynamik im Zeitalter von Instagram verstärkt wird.