Magazin/Künstliche Intelligenz
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Warum AI Fehler machen MUSS

„ChatGPT can make mistakes. Consider checking important information." Vielleicht ist genau das das dringend notwendig Menschliche an KI – und die Basis einer echten Partnerschaft.

Schwarz-Weiß-Editorial-Foto in hohem Kontrast: eine menschliche Hand presst gegen eine glatte, schwarze, scheinbar perfekte Oberfläche. Aus dem Berührungspunkt verlaufen feine, warm-goldene Risse und Bruchlinien, durch die warm-goldenes Licht bricht — die einzige Farbe im monochromen Bild. Metapher für die Notwendigkeit von Fehlern, Brüchen und Reibung in der KI-Entwicklung.

Vielleicht ist genau das dringend notwendig Menschliche an KI:

„ChatGPT can make mistakes. Consider checking important information."

Und vielleicht ist genau das, was wir uns Menschen und damit auch allen AI-Tools unbedingt bewahren müssen: die Möglichkeit, Fehler machen zu dürfen. Und vielleicht ist es gut und wichtig, dass AI Fehler macht. Und immer machen wird. Weil wir nur so als Menschen mit ihr Hand in Hand gehen können. Weil wir gegenseitige Kontrollinstanzen sind. Menschen checken die künstliche Intelligenz. Und die künstliche Intelligenz checkt uns Menschen. Gut so. Eine echte Partnerschaft. Kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander.

Menschikative und Technikative

Es ist wie bei der Gewaltenteilung, ein Konzept der politischen Theorie, das darauf abzielt, die Macht eines Staates auf verschiedene Institutionen (Legislative, Exekutive, Judikative) aufzuteilen, um Machtmissbrauch zu verhindern und die Freiheit der Bürger:innen zu schützen. Genauso könnten wir es mit KI machen. Menschikative und Technikative. Oder so.

Und wir hinterfragen uns gegenseitig, nehmen nichts als „safe" und „sicher" und unfehlbar hin. Auch wenn unsere menschliche Sehnsucht nach 100%iger Vorhersehbarkeit, Sicherheit und Fehlerfreiheit riesig groß – aber eine Utopie (in der auch nicht alles besser, sondern voll lame und stagnativ wäre) – ist. Ich glaube, das ist unglaublich wichtig in unserer Welt. Sich nicht auf News, Informationen und Daten und generell alles, was Menschen – und nun auch AI-Tools – so von sich geben, blind zu verlassen. Sondern drüber nachdenken, prüfen, hinterfragen, eine eigene Meinung und Haltung entwickeln. Immer und forever. Sowieso glaube ich auch nicht an eine 100%ig fehlerfreie Technik oder künstliche Intelligenz. Geht doch gar nicht.

Siehe auch Das „Halluzinieren" von KI ist zutiefst menschlich und Wir haben keine Angst vor Künstlicher Intelligenz, sondern vor uns selbst. Wer sich fragt, wie diese gegenseitige Prüfung im Alltag gelingt, findet mehr Gedanken dazu in Tech Literacy & Prompt Literacy, Wissen war mal Macht: Heute ist Macht, nicht zu verblöden und Symbiotic Work.

Autorin: Henriette Hochstein-Frädrich

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