Impuls-Workshop „Selbstführung im Wandel“ · Deutsche Bundesbank
Interner Impuls- und Reflexionsworkshop für rund 50 Gleichstellungsbeauftragte und Vertrauensfrauen der Deutschen Bundesbank: Wie bleibt man handlungsfähig, wenn man selbst vom Wandel betroffen ist und gleichzeitig andere durch ihn begleiten soll?




Wie bleiben Menschen handlungsfähig, wenn sich Rollen, Einflussräume und organisatorische Strukturen verändern? Im Rahmen einer internen Fachveranstaltung für Gleichstellungsbeauftragte und Vertrauensfrauen der Deutschen Bundesbank gestaltete Henriette Hochstein-Frädrich in Eltville einen 120-minütigen interaktiven Impuls- und Reflexionsworkshop zum Thema Selbstführung in Zeiten organisatorischer Transformation.
Im Mittelpunkt standen nicht nur strukturelle Veränderungen, sondern vor allem deren psychologische Dimension: Rollenambivalenz, Statusverschiebungen, emotionale Doppelbelastung und die Frage, wie professionelle Wirksamkeit erhalten bleibt, wenn Einflussräume und Aufgaben sich verändern. Mit klaren Bildern, neurowissenschaftlichen Einordnungen, praktischen Reflexionsübungen und kollektiven Austauschformaten zeigte Henriette Wege auf, wie Menschen auch im „Tal" eines Veränderungsprozesses stabil bleiben können.
Drei zentrale Fragen
- Wie gelingt Selbstführung unter emotionaler Doppelbelastung?
- Wie lässt sich der eigene Selbstwert von formalen Rollen entkoppeln?
- Wie können Menschen ihre Wirksamkeit neu definieren, wenn sich Strukturen verändern?
Inhalte & Highlights
- Psychologie des Wandels: Warum Veränderungen nicht nur Strukturen, sondern auch Identität betreffen.
- Rollen-Paradox: Betroffen sein und gleichzeitig beraten müssen — die emotionale Doppelrolle verstehen.
- Status, Einfluss und Selbstwert: Warum Bedeutungsverlust oft stärker wirkt als Veränderung selbst.
- Resilienz 2.0: Selbstführung statt Selbstaufopferung.
- Reflexionsübungen zu Rolle, Identität und persönlicher Wirksamkeit.
- Mentimeter-Interaktionen zur kollektiven Standortbestimmung.
- Das „Rollenwechsel"-Modell als Tool für emotionale Selbstregulation im Beratungsalltag.
- Appreciative Inquiry: Ressourcenanalyse statt Problemanalyse in Veränderungsprozessen.
- Gruppenarbeit entlang der „5 magischen Ds" (Define, Discover, Dream, Design, Deploy).
- Perspektivwechsel: Wirksamkeit nicht aus Position, sondern aus Haltung entwickeln.
Format & Teilnehmerinnen
- Interne Fachveranstaltung / Impuls- und Reflexionsworkshop
- Ca. 50 Teilnehmende: Gleichstellungsbeauftragte, Vertrauensfrauen und Ansprechpartnerinnen aus verschiedenen Bereichen der Organisation
- 120 Minuten Vortrag & Workshop mit Reflexionsübungen, Interaktionen und Gruppenarbeit
Besonderheiten
- Sehr sensibler organisatorischer Kontext mit parallelen Transformationsprozessen und strukturellen Veränderungen.
- Zielgruppe mit besonderer Doppelrolle: selbst betroffen und gleichzeitig beratend tätig.
- Hoher Anteil an interaktiven Reflexionsformaten statt klassischer Vortragsdramaturgie.
- Integration psychologischer Modelle (Neurobiologie, Rollenpsychologie, Resilienzforschung).
- Praxisorientierte Tools für emotionale Selbstführung im beruflichen Alltag.
- Fokus auf Würde, Selbstwert und professionelle Haltung als stabile Anker im Wandel.
Die Teilnehmenden gingen mit einem klareren Verständnis ihrer Rolle, neuen Perspektiven auf ihre Wirksamkeit und einem stärkeren Gefühl kollektiver Verbundenheit aus der Veranstaltung.
Impressionen

- Datum
- 03.03.2026
- Veranstalter / Medium
- Deutsche Bundesbank
- Ort
- Eltville
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