"Kann ich?" oder "Darf ich?"

In der Süddeutschen Zeitung entdeckt, toller Artikel, lang, aber absolut lesenswert und fette Lese-Empfehlung. 

Ich wär' so gern eine andere!
Einmal im Jahr nimmt sich unsere Autorin zwei Wochen Auszeit und macht alles, was sie sich sonst im Alltag nicht erlaubt. Dabei fragt sie sich: Kann man als Erwachsener noch mal ein völlig anderer Mensch werden? Eine Nachforschung. 

„Regeln? Es gibt keine Regeln!“ - Was wir von einem der besten Köche der Welt und einer Netflix-Doku lernen können / PODCAST (1)

Das macht man doch nicht

Mein neuer "DAS MACHT MAN DOCH NICHT?!"-Podcast ist gestartet! In der ersten Episode lernen wir von einem der besten Köche der Welt, Grant Achatz, warum Regeln brechen eine ziemlich gute Sache ist.  


In der ersten Folge lernst du diese 11 Lektionen: 

1. Regeln?! Es gibt keine Regeln. Mach doch einfach, was du willst! 
2. Spaß und Humor sind wichtig – vor allem auch im Job. 
3. Gute Chefs, doofe Chefs: Geh deinen eigenen Weg. Und trenne dich von denen, die deine Werte nicht teilen und dich klein halten. 
4. Unendliche Kreativität und Freude am Experimentieren. 
5. Kill your darlings. Stell´alles in Frage. Immer wieder. Und: Mach es dir zur Routine, immer wieder neues zu tun. 
6. Echte Freundschaft. Loyalität. Such dir die richtigen Menschen, mit denen du gern arbeiten möchtest. 
7. Geh offen mit Schicksalsschlägen um: Es könnte deine Rettung sein. 
8. Es gibt immer eine Lösung. Du musst sie nur finden. 
9. Vertrau deinem Team und lass los. 
10. Wahre Gastfreundschaft. 
11. Sei halt einfach ein netter, guter, freier Mensch. 

Den ganzen Artikel samt weiterer Infos, Links, Videos und Pics zu dieser ersten Podcast Episode HIER lesen. 

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„Regeln? Es gibt keine Regeln!“ - Was wir von einem der besten Köche der Welt und einer Netflix-Doku lernen können

Ich liebe die Netflix-Serie „Chef´s Table“. In dieser großartigen und Emmy-prämierten Doku-Serie, mittlerweile in der 3. Staffel, werden herausragende Köche aus der ganzen Welt portraitiert, allesamt mehrfach ausgezeichnet und zu den besten ihrer Zunft gehörend. Man lernt dabei nicht nur die Köche als Mensch sehr gut kennen, sondern auch ihren Werdegang, wie sie sich durchkämpfen mussten – und auch ihre beeindruckende und kaum in Worte zu fassende Leidenschaft für die Kochkunst. Es ist doch nur Essen! – mag man vielleicht denken, aber „Essen“ ist für diese Menschen so viel mehr: Kunst, Erlebnis, Abenteuer, Verbindung mit der Natur, Sinnlichkeit, Begeisterung, Leidenschaft, Kreativität. Die Köche aus der Serie sind alle so unterschiedlich, mit so verschiedenen Zugängen zum Thema Essen, so individuell. Von traditionell über Molekular-Konzepte bis hin zu freaky Erlebnis-Outdoor-Küche ist alles dabei. Und ja verdammt, das Wasser läuft einem natürlich im Mund zusammen, wenn man die Serie guckt. Doch nicht nur das. Auch die Reiselust wird geweckt, denn die Doku findet ihre Protagonisten an den unterschiedlichsten und teils abgelegensten Orten dieser Welt.

24 Lektionen für angehende Comedians - und andere Bühnenfutzis jeglicher Art

Oder auch: Die Psychologie der Comedy

Seit kurzem erst wage ich mich auf die Comedy-Bühnen. Auf Bühnen und vor Publikum stehe und stand ich schon vorher (Vorträge, Moderationen etc), und ich gebe es auch unumwunden zu: Ja, ich bin ´ne Rampensau. War ich schon immer. Als Kindergarten-Kind noch extrem schüchtern, aber seit der dritten Klasse das komplette Gegenteil. Keine Ahnung, welche Synapsen da warum und wie neu in meinem Hirn verdrahtet wurden. Vom Kind, das sich im Schrank versteckt und von der Lehrerin in der ersten Klasse angeschnauzt wurde, weil es zu leise sprach, zum Hallöchen-Popöchen-Klassenclown. 

Schulnoten sind nicht das Problem am Schulsystem

Im SPIEGEL-ONLINE Artikel vom 17.02.2017 "Schulnoten? Weg damit!" geht es um den Vorstoß der Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, die die Schulnoten abschaffen will. Statt dessen möchte sie individuelle Berichte. 

Nun ist diese Idee ja eigentlich ein alter Hut. Schulnoten sollen schon seit Ewigkeiten abgeschafft werden. Statt dessen soll der Leistungsstand der Schüler mit ausführlichen Berichten beurteilt werden. Gähn. 

Ein Wort, das wieder salonfähig gemacht werden sollte: Widerstandsgeist

Es gibt eine Eigenschaft, die haben kleine Kinder uns Erwachsensenen voraus: Widerstandsgeist. Niemand kann eine andere Meinung so wunderbar aushalten wie ein Kind. Wenn Mama etwas verbietet, bockt das Kind sehr ausdauernd und lustvoll und ist sich nicht zu blöd dafür, alle Registerdes Widerstandskampfes zu ziehen. 

Lästern, Klatsch und Tratsch

Ich hatte mir mal vorgenommen, ein besserer Mensch zu werden. Um ein besserer Mensch zu werden, muss man, da besser die Steigerung von gut ist, jedoch erst mal ein guter Mensch sein. Ein guter Mensch ist eine Seele von Mensch. Er ruht in sich und ist niemals gemein, weder zu Mensch, noch Tier, noch Pflanze. Er singt den Eichhörnchen Gute-Nacht-Lieder vor, trennt seinen Müll und weint, wenn ein Baum vom Sturm umgeknickt wurde. Ein guter Mensch würde auch niemals lästern, klatschen und tratschen, denn seine Gedanken sind rein und pur und stets eitel Sonnenschein. Ein guter Mensch liebt alle Menschen. So wie sind.

Warum ich nicht mehr frühstücke

Seit ca. 1,5 Jahren frühstücke ich, bis auf wenige Ausnahmen (zB lecker Breakfast in Londoner In-Cafés), im Alltag nicht mehr. 

Ich kann die Aufschreie schon hören: Das macht man doch nicht! (Doch!) Aber das Frühstück ist doch die wichtigste Mahlzeit des Tages! (Nee. Isses nicht.) Doch bevor ich das weiter erläutere, möchte ich zunächst unbedingt betonen, dass ich hier nur von meinen eigenen ganz persönlichen Erfahrungen berichte. Ich sage nicht, dass es richtig ist und für jeden das Richtige sein muss. Und ich sage auch nicht, dass es falsch ist, zu frühstücken. Jeder soll das so handhaben, wie es ihm passt und schmeckt. 

Das Baby von Freunden hässlich finden

Es gibt ein unausgesprochenes Gesetz: Babys sind immer niedlich oder süß oder schnuckelig oder zumindest dutzidutzidutziwutzi. Ein Baby kann sozusagen gar nicht hässlich sein. Denn ein Baby ist ein Baby ist ein Baby und das ist nun mal per se süß. Basta und Amen, keine Widerrede und kein Pardon.

PIVOTING - Die radikale Umkehr von Geplantem

Im Buch „Silicon Valley“ von Christoph Keese habe ich zum ersten Mal vom Begriff „Pivoting“ gelesen. Ich wunderte mich, dass mir der Begriff bis dahin noch nie begegnet war, ich vorher noch nie etwas davon gehört hatte. Dabei ist der Begriff ein echt alter Hut in der StartUp-Szene.  

Jedenfalls ist das keine neue fancy Sex-Praktik, denn irgendwie klingt es etwas danach, und ich muss mich an dieser Stelle für meine schmutzigen neuronalen Verknüpfungen entschuldigen. Pivoting im Management-Kontext bedeutet vielmehr die radikale Veränderung und Neuausrichtung von Geschäftsmodellen. „Pivoting“ heißt „Schwenken“.