Liebe Zen-Mönche, ihr habt echt keine Ahnung

Ein guter Mensch zu sein, oder zu werden, ist echt schwer. Ich versuche eigentlich immer, ein besserer Mensch zu werden. Das klingt jetzt total nobel, ist es aber gar nicht. Denn primär geht´s mir dabei in erster Linie nur um mich. Ich will mich von all dem Seelenballast befreien, der einen so manchmal mehr, manchmal weniger, nach unten zieht. Ich will all diese schlechten Gefühle nicht haben, die manchmal, oder öfter, in einem hoch kriechen und dafür sorgen, dass man sich innerlich so merkwürdig und eklig bitter fühlt. Wut, Neid, Eifersucht, Überforderung, Traurigkeit, Angst, Sorgen.

Unser böses Essen gib uns heute

Zu jedem Nahrungsmittel gibt es Pros und Kontras. Immer wieder ploppen neue "wisschenschafltiche" Erkenntnisse auf, die vermeintlich Altbewährtes und Altbekanntes widerlegen. Ich bin, wie wahrscheinlich so viele andere Menschen auch, in dem absolut unerschütterbaren Glauben aufgewachsen, dass Milch gesund ist. Die gute Milch eben. Die Milch macht´s und so. Im Leben nicht wäre ich auf die Idee gekommen, dass Milch "böse" ist. Doch mein persönliches Monument der Milch wird gerade erschüttert.

Das neue Normal – und warum Lena Dunham, Girls und dicke Models es nicht sind

Warum muss dasnormale „Normal“ in den Medien eigentlich immer völlig skurril sein? Warum finden völlig  „normale“ Menschen nie wirklich in der Öffentlichkeit statt?

Beispiel 1: Modelbusiness: Hier gibt es nämlich nur drei Extreme: Entweder es laufen erbärmliche Geschöpfe der Kategorie Size Zero = Spindeldürr = Knochengestell, Größe 32 und abwärts, über den Laufsteg. Oder aber unfassbar schöne Geschöpfe, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen mit makellosen Bodys, Haaren und Gesichtern (Kategorie Victoria Secrets Model, Größe 34-36 bei Körpergrößen um die 180cm) Oder aber sehr, sehr kurvige Damen, Größe 44 aufwärts, die als „jippieh-juchee-endlich-normale-Frauen“ abgefeiert werden.

Im Osten gibt´s auch nette Menschen

Neulich hatte ich eine Vortragsbuchung im tiefsten Osten. Es ist irgendwie witzig, sich selbst zu beobachten, wie man auf geografische Lagen emotional reagiert. Allein schon, dass man sagt „Ohje, ich muss in den tiefsten Osten!“ 

Ich wurde für ein Firmen-Event in Freyburg an der Unstrut gebucht, was, wie ich dann schnell lernte, Heimatort der Rotkäppchen-Sektkellerei ist. Na, das passt ja prima, dachte ich, von Zeit zu Zeit Partygirl und Schnapsdrossel, und sah mich schon abends unterm Sekt-Fass einen picheln.

Guckt mal alle her, ich bin nackig!

Sex sells ja bekanntlichermaßen. Aber nun wurde und wird Sex überall und ständig eingesetzt, dass sich der Sell- und Aufmerksamkeitsfaktor doch eigentlich rapide abnutzen müsste. Aber mitnichten. Ich müßte mich nur nackig machen, und diesen Artikel mit dem Bild von mir als Nackedei verzieren. Und schwupp, hätte ich massig Aufmerksamkeit. Ich verwette meinen derzeit noch bekleideten Hintern, dass es so wäre. Nicht, weil ich nackig so bombastisch und atemberaubend aussehen würde, mitnichten, sondern einfach nur, weil die Nacktheit per se immer noch einen Aufschrei wert ist. 

Kinder, wie die Zeit vergeht

Der Vorteil von digitaler Fotografie ist ja, vor allem in Verbindung mit Smartphones und/oder Tablets, dass man seine Bilder immer und ständig und überall dabei hat. Und nur, wenn das technische Mobilendgerät irgendwann mal meckert, dass der Speicher voll ist, zieht man die vielen Lebensmomentaufnahmen auf den Rechner oder andere Speichermedien. Das hat zur Folge, dass man doch recht häufig in den digitalen Alben blättert. Und das hat wiederum zur Folge, dass man sich ständig vor Augen hält, wie die Zeit vergeht. 

Nächtliche Grabenkämpfe, kleine Gespenster, flexible Sleeping

Hilfe! Mein Kind nervt mich in der Nacht! Darf man das so laut aussprechen? Oder kriege ich dann eine Vorladung des Vereins der perfekten Mütter? Dass Eltern wenig schlafen, ist nichts Neues. Dabei ist es noch nicht mal unbedingt die reine Schlafmenge, die sich minimiert, sobald man sich Mama oder Papa nennen darf. An und für sich liege ich im Durchschnitt 7 Stunden im Bett, von 00:00 bis 7:00 Uhr morgens, und das ist ja eigentlich ganz ordentlich. 8 Stunden wären zwar mein persönliches Optimum, aber mit 7 Stunden Schlaf könnte ich auch ganz gut leben. Könnte. Denn die 7 Stunden im Bett schlafe ich nicht etwa, nein, in den 7 Stunden im Bett kämpfe ich.

Warum man sich berühmte Orte nicht anschauen sollte

Wir alle haben eine ganz bestimmte Vorstellung wie diese Orte sich anfühlen müßten, sollten wir einmal tatsächlich und wahrhaftig da sein. Diese Orte sind nämlich WOW! Glitzer! Glamour! Magie pur! Es riecht dort nach Rosen, und Goldstaub perlt vom Himmel. Ist doch so, oder?Und jetzt das: Bei mir ist diese Hollywood-Magie total weg. Ich war nämlich da. Und seitdem weiß ich genau, wie es vor dem Kodak Theatre aussieht (schäbig!), dass der Walk-of-Fame entlang einer ziemlich usseligen viel befahren Straße entlang führt, und dass L.A. einfach nur eine laute, hektische, hässliche und uncharmante Stadt ist. Meine Illusion ist weg. Ich kann keinen Bericht über L.A. und Hollywood mehr unvoreingenommen gucken, denn zu tief sitzt die Enttäuschung. Die Enttäuschung darüber, dass der Ort, an dem einmal im Jahr das größte Medien-Tohuwabohu herrscht, eine unspektakuläre Straße ist und dass das berühmte Kodak-Theatre eine stinknormale Einkaufsmall ist.

Cloud Bread: So geht´s, so schmeckt´s

Derzeit gibt es wieder einen Food-Trend, der die Social-Media-Kanäle rauf und runter gespielt wird: Sogenanntes "Cloud Bread". Ich als Gesundes-Essen-Low-Carb-Superfood-Uschi musste das natürlich direkt ausprobieren. Und wat soll ich sagen? Lecker! Das ganze ist super einfach und super schnell, hat so gut wie keine Kohlehydrate, eignet sich also prima für die Protein-Beigabe zum Salat oder zum Gemüse am Abend. Oder zum einfach so futtern.