Querdenken

Was macht einen echten Influencer aus? Ingenieurin, Rebell at Work & Anstifterin Natalie P. Gelder

Ein echter "Influencer" ist jemand, der sich nicht von Unternehmen als Werbefläche kaufen lässt und uns völlig überflüssige Produkte an die Backe labert, sondern jemand, der Menschen beeinflusst, die richtigen Dinge zu tun. Die guten Dinge zu tun. Der vorangeht, inspiriert, begeistert und bewegt. Der anstiftet zu denken. Der anstiftet zu handeln. Und nicht dazu anstiftet, zu kaufen. Ein SINNfluencer eben.

Genau so ein Influencer ist Natalie P. Gelder. Die BASF-Ingenieurin macht vor, wie man auch in Großkonzernen für seine Themen einstehen und kämpfen kann. Sie ist Ingenieurin, Freigeist, Anstifterin, Rebellin, Lady: Wer mit Natalie über ihre Mission redet, wird sich hinterher vor allem an eins erinnern: ihre vor Angriffslust blitzenden, funkelnden und freudestrahlenden Augen. Auf den ersten Blick ist Natalie eigentlich “nur” eine ganz normale Angestellte und Projektleiterin beim Mannheimer Chemie-Riesen BASF. Die studierte Maschinenbauingenieurin mit Schwerpunkt Werkstoff- und Schweißtechnik ist es seit über 15 Jahren in verschiedenen Positionen gewohnt, oft die einzige Frau in einem männerdominierten Großkonzern-Umfeld zu sein. 

Social-Entrepreneurin und Millionenerbin Paula Schwarz über Verantwortung, Geld und Rebellion

Ihr Name ist längst zum Synonym für „Millionenerbin“ geworden. Paula Schwarz stammt aus einer der reichsten Familien Deutschlands. Das Pharmaunternehmen Schwarz Pharma, nach dem Krieg von ihrem Großvater aufgebaut, war bei seinem Verkauf einige Milliarden Euro wert.

Reich ist Paula Schwarz jetzt schon. An dem Tag, an dem sie mal erbt, wird sie zu den Superreichen gehören. Ob sie will oder nicht.

Sie will nicht. Zu viel Geld führt in ihren Augen zur Wohlstandsverwahrlosung: viel haben, nichts sein. Statt dessen will die 28-Jährige das Wirtschaftssystem revolutionieren und damit die Welt retten. Sie kämpft für einen Wandel in der Wirtschaft. Ihr Geld soll nicht für Millionäre und Banker arbeiten, sondern für alle Menschen. Paula will, dass sich überall die Geldanlagen der millionenschweren Unternehmerfamilien ändern – hin zur sozialverträglichen Anlageform. Umdenken soll sie, die Elite, sich neu erfinden, und das weltweit!

"Blind zu sein ist das Beste, was mir passiert ist!" – Unternehmer, Querdenker & Abenteurer Erich Thurner // Interview (11)

Ende Oktober 2018. Ich stehe wartend am Bahnsteig des Flughafen Köln-Bonns und beobachte, wie eine Flughafenmitarbeiterin einen offensichtlich blinden und offensichtlich ziemlich gut gelaunten Mann zum Bahnsteig begleitet. Die beiden unterhalten sich angeregt, scherzen, lachen. Ich will mich schon wieder meinen eigenen Gedanken zuwenden, da kommt die Frau mit dem Mann im Arm schnurstracks auf mich zu. “Fahren Sie nach Köln?”, fragt sie. Ich: “Äh, ja.” Sie: “Na dann nehmen Sie den jungen Mann mal mit, er muss zum Hauptbahnhof.” Ich war völlig verdattert. “Äh, okay.” Und dann stand er da, neben mir, der lebenslustige, wortgewandte und rotzfreche Erich. Wir fingen sofort an zu quatschen, ich fragte ihn frei raus, warum er blind sei. Nachhaltig hängen geblieben ist mir seine Antwort: “Blind zu sein ist das beste, was mir passiert ist.”