Management

Was macht einen echten Influencer aus? Ingenieurin, Rebell at Work & Anstifterin Natalie P. Gelder

Ein echter "Influencer" ist jemand, der sich nicht von Unternehmen als Werbefläche kaufen lässt und uns völlig überflüssige Produkte an die Backe labert, sondern jemand, der Menschen beeinflusst, die richtigen Dinge zu tun. Die guten Dinge zu tun. Der vorangeht, inspiriert, begeistert und bewegt. Der anstiftet zu denken. Der anstiftet zu handeln. Und nicht dazu anstiftet, zu kaufen. Ein SINNfluencer eben.

Genau so ein Influencer ist Natalie P. Gelder. Die BASF-Ingenieurin macht vor, wie man auch in Großkonzernen für seine Themen einstehen und kämpfen kann. Sie ist Ingenieurin, Freigeist, Anstifterin, Rebellin, Lady: Wer mit Natalie über ihre Mission redet, wird sich hinterher vor allem an eins erinnern: ihre vor Angriffslust blitzenden, funkelnden und freudestrahlenden Augen. Auf den ersten Blick ist Natalie eigentlich “nur” eine ganz normale Angestellte und Projektleiterin beim Mannheimer Chemie-Riesen BASF. Die studierte Maschinenbauingenieurin mit Schwerpunkt Werkstoff- und Schweißtechnik ist es seit über 15 Jahren in verschiedenen Positionen gewohnt, oft die einzige Frau in einem männerdominierten Großkonzern-Umfeld zu sein. 

Verkaufen und Verkäufer sind doof!

Ich habe so eine latente Abneigung gegen Verkäufer. Verkaufsfunnel finde ich doof, genauso wie Verkaufsmails. Irgendwie mag ich Verkaufen an sich generell einfach nicht. Ich will selbst auch nichts verkaufen. Und ich will erst recht nichts verkauft bekommen. Dieses Rumgeschreie, ob Online oder Offline, dieses JETZT HIER ZUGREIFEN EINMALIG NUR NOCH HEUTE UND 10 % RABATT GIBT‘S AUCH NOCH. Ganz oft empfinde ich Verkaufen als Abzocke, ich fühle mich doof dabei, verarscht, unter Druck gesetzt. Rheumadecken-Butterfahrt, nein danke, ich bin doch nicht blöd.

 Und dann steht ER da – total lässig vor seinem Flipchart. Und verkauft mit Hamburger Kodderschnauze und dem einen oder anderen dreckigen Witz und flotten Spruch seine hochpreisigen Seminare wie warme Semmeln. Nun sind Seminare etwas Immaterielles. Aber wären sie echte Dinge zum Anfassen, haptisch, würden ihm die 80 Teilnehmer die heiße Ware regelrecht aus der Hand reißen. Die Teilnehmer hängen an seinen Lippen. Er stellt ein Produkt nach dem anderen vor, die Kosten seiner Seminare sind drei- und vierstellig. Also nichts, was man mal eben so aus Lust und Laune zwischendurch in die Einkaufstüte packt. Aber hier im Raum kauft fast jeder mindestens eines von seinen Produkten.

Wenn du musst, dann lass es! – Stephan Zeitz // Interview (7)

"Ich will nichts mehr müssen, sondern nur noch wollen!", das ist Stephan Zeitz´s Lebensdevise. Dass er ziemlich viel will, das beweist sein spannender Lebenslauf: Vom aus dem System ausgeschlossenen DDR-Kind zum freien Jeans-Verkäufer mit fetten Umsätzen, vom Bauarbeiter zum Stuckateur zum Möbelhändler zur Führungskraft, nebenbei noch eine eigene Bar aufgemacht und betrieben, ach, und Buchhändler war er auch noch einige Jahre. Mittlerweile ist Stephan mit Leib und Seele Coach und gibt mit seiner eigenen Firma SYNAPSIO Seminare vor allem im Bereich Führung und Personalentwicklung. Sein Lebensweg beweist, dass man auch mit Zick-Zack ankommt. "Jede der Dinge, die ich gemacht habe, habe ich immer ganz bewusst getan. Weil ich in dem Moment Bock drauf hatte!", sagt er. Vor allem der Kontakt mit Menschen, darum geht es ihm immer wieder. Aber auch er hatte seine Lektionen zu lernen: "Es gab auch in meinem Leben den Moment, da musste ich in den Spiegel schauen und erkennen, dass ich mit mir nicht befreundet sein möchte." 

Prognosen sind für´n Arsch - und warum wir uns trotzdem krampfhaft an ihnen festhalten

Das Leben ist ja genau deshalb so wahnsinnig aufregend und uns kirre machend, weil wir in einem ständigen Widerspruch leben. Es ist der Konflikt, alles kontrollieren zu wollen, aber rein gar nichts kontrollieren zu können. Wahrscheinlich lacht das Universum und macht sich vor Kichern in die Buchse, wenn es uns hilflose Würmchen dabei beobachtet. 

Dinge geschehen, wie sie geschehen. Ob man dabei nun an den Zufall glaubt, an Schicksal, Vorhersehung oder einen lieben Gott, der das alles so plant, ist eigentlich schnurzpiepegal. Sie geschehen halt, warum auch immer. #achselzuck

🔊🔊🔊 Scheitern, fuckedup und Co: Seine eigene Firma bei EBAY verkaufen / Podcast (6)

In der sechsten Folge vom "DAS MACHT MAN DOCH NICHT?!"-Podcast geht es um ein echtes Autsch-Thema: Das Scheitern. 

Darf, soll, will man über sein eigenes „Scheitern“ erzählen? Das raus posaunen? Mit der Welt teilen? Neee, das macht man doch besser lieber nicht! Aber warum eigentlich nicht?

🔊🔊🔊 Das großartigste und wertvollste Unternehmen der Welt hat keinen Chef: Unser Körper / Podcast (5)

In der fünften Folge vom "DAS MACHT MAN DOCH NICHT?!"-Podcast geht es um unseren Körper - und warum ausgerechnet unser biologischer Fleischklops ein echtes "Rolemodel" in Sachen moderne Unternehmensführung und Organisationsstruktur (z.B. Holarchie und Heterarchie) ist. 

Das großartigste und wertvollste Unternehmen der Welt hat keinen Chef: Unser Körper

Was wir von unserem Körper über Unternehmensstrukturen und Führung lernen können

Hat der Körper einen Chef? Es gibt so Fragen, die ploppen manchmal einfach auf. Und dann sind sie da und lassen einen nicht mehr los. Also: Hat der Körper einen Chef? 

Ich überlege. Wer hat im Körper das Sagen? Ist es das Hirn? Ist es das Herz? Der Darm? Die Wissenschaft erkennt ja derzeit, dass unser Darm unser zweites Hirn ist. Ist es der Penis? Ähm. Okay. Hier ist die Antwort leicht: Ja. Beim Mann ist der Penis der Chef. Ganz klar und eindeutig. Höhö. Gnihihi. Bitte geben Sie an dieser Stelle das Lesen aufgrund des niedrigen Niveaus nicht auf! Im letzten Drittel wird der Artikel höchst sachlich und seriös. Versprochen. 

🔊 🔊 🔊 Was wir von einem der besten Köche der Welt und einer Netflix-Doku lernen können / PODCAST (1)

Mein neuer "DAS MACHT MAN DOCH NICHT?!"-Podcast ist gestartet! In der ersten Episode lernen wir von einem der besten Köche der Welt, Grant Achatz, warum Regeln brechen eine ziemlich gute Sache ist.

Was wir von einem der besten Köche der Welt und einer Netflix-Doku lernen können

Ich liebe die Netflix-Serie „Chef´s Table“. In dieser großartigen und Emmy-prämierten Doku-Serie, mittlerweile in der 3. Staffel, werden herausragende Köche aus der ganzen Welt portraitiert, allesamt mehrfach ausgezeichnet und zu den besten ihrer Zunft gehörend. Man lernt dabei nicht nur die Köche als Mensch sehr gut kennen, sondern auch ihren Werdegang, wie sie sich durchkämpfen mussten – und auch ihre beeindruckende und kaum in Worte zu fassende Leidenschaft für die Kochkunst. Es ist doch nur Essen! – mag man vielleicht denken, aber „Essen“ ist für diese Menschen so viel mehr: Kunst, Erlebnis, Abenteuer, Verbindung mit der Natur, Sinnlichkeit, Begeisterung, Leidenschaft, Kreativität. Die Köche aus der Serie sind alle so unterschiedlich, mit so verschiedenen Zugängen zum Thema Essen, so individuell. Von traditionell über Molekular-Konzepte bis hin zu freaky Erlebnis-Outdoor-Küche ist alles dabei. Und ja verdammt, das Wasser läuft einem natürlich im Mund zusammen, wenn man die Serie guckt. Doch nicht nur das. Auch die Reiselust wird geweckt, denn die Doku findet ihre Protagonisten an den unterschiedlichsten und teils abgelegensten Orten dieser Welt.

PIVOTING - Die radikale Umkehr von Geplantem

Im Buch „Silicon Valley“ von Christoph Keese habe ich zum ersten Mal vom Begriff „Pivoting“ gelesen. Ich wunderte mich, dass mir der Begriff bis dahin noch nie begegnet war, ich vorher noch nie etwas davon gehört hatte. Dabei ist der Begriff ein echt alter Hut in der StartUp-Szene.  

Jedenfalls ist das keine neue fancy Sex-Praktik, denn irgendwie klingt es etwas danach, und ich muss mich an dieser Stelle für meine schmutzigen neuronalen Verknüpfungen entschuldigen. Pivoting im Management-Kontext bedeutet vielmehr die radikale Veränderung und Neuausrichtung von Geschäftsmodellen. „Pivoting“ heißt „Schwenken“.