Risiko

Bestseller-Autorin Romy Hausmann über Dranbleiben, Scheitern und Sinn

Romy Hausmann ist Frau der Stunde. Anfang 2019 erschien ihr fulminantes Thriller-Debut “Liebes Kind”, welches die Bestsellerlisten aus dem Stand im Sturm eroberte. Hunderte Amazon-Rezensionen, Lesungen, Buchbesprechungen - an Romy kommt derzeit niemand vorbei. Romys Thriller ist außergewöhnlich. Außergewöhnlich beängstigend - und das völlig ohne Waffen, Monster und Blutbäder, denn er setzt die gefährlichste aller möglichen Folterinstrumente ein: Den menschlichen Verstand.

Aber schauen wir mal hinter die Kulissen: Kam dieser unglaubliche Erfolg über Nacht? Da ist diese Romy scheinbar aus dem Nichts einfach da und mal eben on Top of the Literatur-World. Aber wie so oft: Das, was wir im Außen sehen und wahrnehmen, ist noch lange nicht das ganze Bild. Denn Romy kam nicht aus dem Nichts. Wie bei den meisten Erfolgsgeschichten ist auch ihr Erfolg im stillen Kämmerlein jahrelang hart erarbeitet.

"Blind zu sein ist das Beste, was mir passiert ist!" – Unternehmer, Querdenker & Abenteurer Erich Thurner // Interview (11)

Ende Oktober 2018. Ich stehe wartend am Bahnsteig des Flughafen Köln-Bonns und beobachte, wie eine Flughafenmitarbeiterin einen offensichtlich blinden und offensichtlich ziemlich gut gelaunten Mann zum Bahnsteig begleitet. Die beiden unterhalten sich angeregt, scherzen, lachen. Ich will mich schon wieder meinen eigenen Gedanken zuwenden, da kommt die Frau mit dem Mann im Arm schnurstracks auf mich zu. “Fahren Sie nach Köln?”, fragt sie. Ich: “Äh, ja.” Sie: “Na dann nehmen Sie den jungen Mann mal mit, er muss zum Hauptbahnhof.” Ich war völlig verdattert. “Äh, okay.” Und dann stand er da, neben mir, der lebenslustige, wortgewandte und rotzfreche Erich. Wir fingen sofort an zu quatschen, ich fragte ihn frei raus, warum er blind sei. Nachhaltig hängen geblieben ist mir seine Antwort: “Blind zu sein ist das beste, was mir passiert ist.”

The real 10 year challenge

„Ich bin ja jetzt in dem Alter, in dem alle um mich herum heiraten und Kinder kriegen. Sich setteln und so. Ankommen halt“, sagte neulich eine Endzwanzigerin auf einer Party zu mir. Ich so: „Hm“. Und dachte still: Ach Schätzelein. Und ich bin einer Phase, in der alle um mich herum, einschließlich mir, all das, von dem sie noch vor 10 Jahren dachten, dass es the real shit sei, hinterfragen. Und teilweise auch alles, was in 10 Jahren aufgebaut wurde, wieder einreißen. Oder zumindest umbauen. Und wenn sie nicht den Mut dazu haben, eben dicke Masken aufsetzen.

Welcome to the real 10 year challenge. So viel mehr als nur zu zeigen, wie wenig man gealtert und wie wunderschön und knackig man doch immer noch ist. Im Zeitalter von Facetune und Photoshop sowieso ein Witz. Alles Fassade. Aber was steckt dahinter?

10 Jahre. Ein Quantenpups im universellen Gesamtzusammenhang. In meinem kleinen Leben eine ganze Ewigkeit. Eine Fingerschnipp-Ewigkeit.

Tod. Auf einmal sterben liebe Menschen einfach so und aus dem Nichts. Und es sind deine Freunde. Nicht die Omas und Opas, die nach einem langen Leben dann auch einfach mal sterben dürfen. Nein, es sind deine Freunde. Pi mal Daumen deine Altersklasse. Fuck.

Trennungen. Neuanfänge. Türen, die sich schließen. Türen, die aufgehen. Menschen gehen lassen. Andere in dein Leben lassen. Unverhofft.

Minimalismus, Ego, Freiheit, Gott: Wandermönch & spiritueller Krieger Mirko Betz // Interview (9)

Mirko Betz´ Lebensstory hört sich an wie ein ziemlich verrücktes Drehbuch: Große Erfolge als Klamotten-Designer, Drehbuchschreiber in L.A. (unter anderem ein Drehbuch an keinen geringeren als Roland Emmerich verkauft) und Szene-DJ, 16 Jahre in California, mehrere Jahre als Einsiedler an einem Strand in Tulum in Mexiko. Große Erfolge, aber auch fetteste Krisen – pleite gehen, Trennungen, Scheidung, schwere Krankheiten.

“Ich hatte das große Glück, dass alles, was mir wichtig war, mehrmals genommen wurde. Das war mein Boot-Camp. Das Leben und meine Krisen waren und sind meine Lehrer. Jede Krise birgt eine immense Chance, wenn wir bereit sind, sie wahr zu nehmen. Jeder Zusammenbruch ist ein Geschenk.”

Seit 2009 ist Mirko wieder zurück in Deutschland und lebt als Wandermönch, Pilger und spiritueller Krieger minimalistisch – ohne eigene Wohnung, ohne Besitz. Mirko hat gelernt, dem Leben zu vertrauen, denn das Leben und das Universum sorgt immer für dich. Für Mirko ist klar: Minimalismus schenkt dir die Freiheit, NEIN sagen zu können. Andere hetzen sich im Hamsterrad ab, immer mehr und mehr, Mirko geht statt dessen im Wald spazieren.

🔊🔊🔊 Maxi Gstettenbauer – Comedian im Zen mit Haltung, Herz und Hirn // Podcast #11

Maxi Gstettenbauer ist Comedian mit Leib und Seele. Seit über 10 Jahren macht er StandUp-Comedy, und das RICHTIG gut. Bei Facebook und Youtube sammelt er immer wieder Millionen Klicks und Likes ein, seine Tour ist regelmäßig ausverkauft. Maxi ist also verdammt erfolgreich. 

Aber Maxi hat eine ganz eigene Definition von Erfolg. Ihm geht es um viel mehr (oder viel weniger, aber dafür umso wichtiger?) als darum, viel Asche zu machen und die Hallen zu füllen. Er will den Flow, er will Spaß und Leidenschaft, er will eigentlich gar nichts wollen - denn nur so ist er die beste Version seiner selbst. Ja, wir haben im Interview richtig philosophiert!

🔊🔊🔊 Mit Herz & Liebe – Erfolgreich ohne Plattenvertrag / Podcast #10

Martin Herzberg ist ein ganz besonderer Musiker. Er macht "bewegende Klaviermusik", modern, berührend, echt, authentisch, nah, Ohren-Soulfood, für Seele und Herz. Auf seinen Konzerten schafft er eine unglaubliche, liebevolle und berührende Atmosphäre, ganz ohne große Show und ohne Inszenierung. Allein das ist bemerkenswert. Bemerkenswert ist aber auch, dass sich Martin innerhalb der letzten Jahre sein Publikum und seine Fans erspielt hat, völlig ohne Support durch Plattenfirmen und Musik-Branchen-Glamour-Gedöns. Seine Alben und Touren produziert und finanziert er selbst, teilweise mit Hilfe von Crowdfunding. Dass das nicht immer einfach ist, aber diese Freiheit ihm so viel bedeutet, darüber hat er mit mir gesprochen.

Nichts zu riskieren ist das größte Risiko überhaupt

In meinen Vorträgen und Seminaren gibt es immer einen ganz besonderen Moment. Dann ist es still, und hier und da kullern auch mal Tränen. Nicht, weil ich ICH so ergreifend bin, sondern weil ich einen Text vorlese, der den einen oder anderen doch irgendwie ganz schön erwischt. 

Der Text ist nicht von mir. Der Text ist mir irgendwann mal per Zufall im Internet über den Weg gelaufen, leider gibt es keine Verfasser/Autoren-Angabe dazu, sonst würde ich ihn oder sie natürlich nennen. Da ich immer wieder nach diesem Text gefragt werde: Hier ist er nun.