Neuanfang

The real 10 year challenge

„Ich bin ja jetzt in dem Alter, in dem alle um mich herum heiraten und Kinder kriegen. Sich setteln und so. Ankommen halt“, sagte neulich eine Endzwanzigerin auf einer Party zu mir. Ich so: „Hm“. Und dachte still: Ach Schätzelein. Und ich bin einer Phase, in der alle um mich herum, einschließlich mir, all das, von dem sie noch vor 10 Jahren dachten, dass es the real shit sei, hinterfragen. Und teilweise auch alles, was in 10 Jahren aufgebaut wurde, wieder einreißen. Oder zumindest umbauen. Und wenn sie nicht den Mut dazu haben, eben dicke Masken aufsetzen.

Welcome to the real 10 year challenge. So viel mehr als nur zu zeigen, wie wenig man gealtert und wie wunderschön und knackig man doch immer noch ist. Im Zeitalter von Facetune und Photoshop sowieso ein Witz. Alles Fassade. Aber was steckt dahinter?

10 Jahre. Ein Quantenpups im universellen Gesamtzusammenhang. In meinem kleinen Leben eine ganze Ewigkeit. Eine Fingerschnipp-Ewigkeit.

Tod. Auf einmal sterben liebe Menschen einfach so und aus dem Nichts. Und es sind deine Freunde. Nicht die Omas und Opas, die nach einem langen Leben dann auch einfach mal sterben dürfen. Nein, es sind deine Freunde. Pi mal Daumen deine Altersklasse. Fuck.

Trennungen. Neuanfänge. Türen, die sich schließen. Türen, die aufgehen. Menschen gehen lassen. Andere in dein Leben lassen. Unverhofft.

Minimalismus, Ego, Freiheit, Gott: Wandermönch & spiritueller Krieger Mirko Betz // Interview (9)

Mirko Betz´ Lebensstory hört sich an wie ein ziemlich verrücktes Drehbuch: Große Erfolge als Klamotten-Designer, Drehbuchschreiber in L.A. (unter anderem ein Drehbuch an keinen geringeren als Roland Emmerich verkauft) und Szene-DJ, 16 Jahre in California, mehrere Jahre als Einsiedler an einem Strand in Tulum in Mexiko. Große Erfolge, aber auch fetteste Krisen – pleite gehen, Trennungen, Scheidung, schwere Krankheiten.

“Ich hatte das große Glück, dass alles, was mir wichtig war, mehrmals genommen wurde. Das war mein Boot-Camp. Das Leben und meine Krisen waren und sind meine Lehrer. Jede Krise birgt eine immense Chance, wenn wir bereit sind, sie wahr zu nehmen. Jeder Zusammenbruch ist ein Geschenk.”

Seit 2009 ist Mirko wieder zurück in Deutschland und lebt als Wandermönch, Pilger und spiritueller Krieger minimalistisch – ohne eigene Wohnung, ohne Besitz. Mirko hat gelernt, dem Leben zu vertrauen, denn das Leben und das Universum sorgt immer für dich. Für Mirko ist klar: Minimalismus schenkt dir die Freiheit, NEIN sagen zu können. Andere hetzen sich im Hamsterrad ab, immer mehr und mehr, Mirko geht statt dessen im Wald spazieren.

Eine Scheiß-Kindheit ist keine Ausrede! – Christina Grahn // Interview (8)

Kann man ein glückliches und erfülltes Leben führen, wenn man eine Scheiß-Kindheit hatte? Eine richtige Scheiß-Kindheit mit Hass, Ablehnung, Schlägen, psychischem, physischem und sexuellem Missbrauch?

Christina Grahn erzählt offen, ehrlich und bewegend aus ihrem Leben, in dem ihr lange Zeit nichts geschenkt wurde. Aus der Ablehnung, die sie schon als Kind erfahren musste, entwickelte sie Selbst-Hass bis hin zur körperlichen Selbstzerstörung (Minderwert, Kleinheit, Ess-Störung, Auto-Immunkrankheit, schon sehr früh auf sich gestellt sein aber es hinkriegen müssen, sich selbst quälen und maximal ablehnen …) Wie kann man so etwas überhaupt überleben, geschweige denn die Kraft finden, sich aus all dem zu befreien und das Leben seiner Träume zu führen? Christina hat es geschafft. “Du musst hinsehen und dich dem stellen”, sagt Christina.

Felix Klemme: Raus-Sein, Porsche, Freiheit // Interview (6)

Eigentlich ist Felix Klemme "fucking erfolgreich": Bekannter und beliebter TV-Coach (u.a. vier Staffeln "Extrem Schwer", RTL2), mehrfacher Bestseller-Autor, Fitness-Unternehmer (Outdoor Gym), Neos Award Personal Trainer des Jahres 2015, glücklicher dreifach-Papa und Familienmensch, Markenbotschafter für Jack Wolfskin und Porsche. Und doch sagt er: "Eigentlich war ich die letzten Jahre nicht wirklich erfolgreich".

Warum sich Felix bei dieser beeindruckenden Bilanz nicht erfolgreich gefühlt hat (der Fluch der fremdbestimmten TV-Karriere ...) und was Erfolg haben für ihn wirklich bedeutet, darüber haben wir gesprochen. 

California State of Mind – ein Reisebericht (Teil 1)

Da sitze ich also. Im Flieger nach Los Angeles. Allein. Knapp 2 Wochen werde ich mich durch California treiben lassen. Allein. Einfach so. Ohne Plan. Ohne To-Do´s. Just go with the flow und schauen, was der Tag so bringt. Das alles ziemlich sehr spontan. 

California ist eines meiner Schon-Immer-Sehnsuchts-Ziele. California und ich, irgendwie ist da was, wir haben das was am Laufen. Und erst vor wenigen Tagen flüsterte mir mein Leben zu, ich muss da hin. Sofort. Allein. Einfach mal in ein anderes Lebensgefühl schlüpfen, in ein anderes Leben eintauchen, ein anderes Leben anziehen. Aus dem einen und anderen Grund.

Die Vernunft-Stimme im Kopf, die mir sagen will „aber du kannst doch nicht einfach, viel zu teuer, klemm dich doch besser hinter den Schreibtisch und mach Marketing für dein Business, sei fleißig, und überhaupt, kommt dein Sohn 2 Wochen ohne dich klar?!“ wird sehr schnell sehr leise, als ich die Flugpreise googele und diese erstaunlich günstig sind. Da bin ich schon teurer von Köln nach München geflogen. Ich buche. Innerhalb von Sekunden. Und die Sache ist geritzt. Es ist ein Impuls, dem ich einfach folge. Ich habe ein fettes Glückskeks-Grinsen im Gesicht und ein süßes Glückskeks-Gefühl im Bauch. Und das ist so viel stärker als jede mahnende Vernunft-Stimme im Kopf. Und mein Sohn dazu nur, als ich ihm davon erzähle, „Amerika? Cool!“ und dann ist der Drops auch schon gelutscht. Und natürlich kommt er wunderbar ohne mich klar. Er ist in besten Händen. 

Lesson 1: Gründe dagegen gibt es immer tausende. Sie verpuffen aber erstaunlich schnell, wenn man einfach macht.

Glück ist eine Entscheidung 💜💜💜 Das macht man doch nicht – Talk (2)

Es gibt Menschen, die strahlen und sind so voller Lebensenergie, Freude und Liebe. Aber auch bei denen ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Nadine, leidenschaftliche Catering-Unternehmerin mit Herz, erzählt aus ihrem bewegten Leben: Wie sie als "reiche Metzger-Dynastie-Erbin" alles verlor und neu anfangen musste, woher sie den Mut nimmt, Dinge anders zu machen und dass das Leben viel zu bunt ist, um jeden Tag das gleiche zu tun. Ein unglaublich offenes, herzliches, ehrliches und mutmachendes Gespräch!

Kill your darlings & time to say Goodbye: Seine Firma bei EBAY verkaufen

Darf, soll, will man über sein eigenes „Scheitern“ schreiben? Das raus posaunen? Mit der Welt teilen? Neee, das macht man doch nicht! Aber warum eigentlich nicht?

Scheitern ist ja das neue cool, FuckUpNights sind voll in, und yeah, Scheitern ist ja ach so voll sexy. Sagen alle, liest man überall. Hinfallen, auf die Fresse fliegen, wieder aufstehen, weiter geht´s. Hm. Wenn man das bei und von ANDEREN liest, ist das ja auch voll cool. Wenn´s dabei aber um einen selber geht, ist das vor allem nur eins: Voll Scheiße. Richtig mega-arsch-kack-Scheiße.

Denn natürlich will man nur seine Erfolge feiern. Aber da, wo man auf die Fresse geflogen ist, das am liebsten vertuschen, verheimlichen, untern Teppich kehren. Und ich denke mir: Nö. Raus damit. Ich gebe zu, ich habe lange damit gehadert. Denn es tut nicht nur weh, sich das selbst einzugestehen, dass Dinge nicht so gelaufen sind, wie man es mal vorhatte, sondern eben auch, das nach außen mit Haltung und Würde zu vertreten. Jeder bildet sich auf deine Story einen eigenen Reim, jeder hat dazu eine Meinung, sicherlich nicht immer die schönste. Aber das ist am Ende des Tages ja auch nicht mein Problem, ich kann es sowieso nicht kontrollieren, was andere sagen und denken. Und es geht auch gar nicht um die anderen. Und doch haben wir genau davor die meiste Angst, wenn wir ehrlich sind. Was sagen und denken die anderen? Und doch ist genau das nur eins: EGAL. Völlig irrelevant. 

Kill your dreams - warum Träume auch mal platzen dürfen, um glücklich zu sein

Wir alle haben diese Ideal-Vorstellung davon, wie es wohl wäre, all unsere Wünsche und Träume zu verwirklichen. Wie oft hören wir „Träume nicht Leben, lebe deinen Traum!“. Hachja. 

Wir haben diese Wunschbilder in unseren Köpfen, die von Gedanken wie „Wenn ich erst mal das und das habe oder bin, dann bin ich glücklich!“ begleitet werden. Die Traumbeziehung. Die Traumwohnung. Der Traumkontostand. Der Traumbody. Das Traumkind. Der Traumjob. Das Traumleben. Das Traumhaus. Der Traumpartner. Und so weiter.